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Das Frei­bad in den eige­nen Gar­ten holen

Ganz Deutsch­land ächzt und stöhnt unter den Tem­pe­ra­tu­ren des hei­ßen Som­mers 2018. Bei über 30 Grad Cel­si­us im Schat­ten mag man kaum einen Schritt tun. Ein Sprung ins küh­le Nass hin­ge­gen klingt ver­lo­ckend. Doch das erfri­schen­de Frei­bad und die Bade­se­en lie­gen in der Regel nicht direkt vor der Haus­tür. Anders wäre das mit einem Pool im eige­nen Garten … 

von Nele Klockmann

Es ist eine Tat­sa­che, dass die Som­mer in unse­ren Brei­ten­gra­den immer hei­ßer wer­den. Wer ein Haus mit Gar­ten besitzt, soll­te sich also wirk­lich ein­mal mit der Fra­ge aus­ein­an­der­set­zen, ob er nicht auch einen Pool besit­zen möch­te. Rund 12.000 Deut­sche erfül­len sich jähr­lich den Traum vom Schwim­men im Gar­ten. Das meis­te Inter­es­se an pri­va­ten Bade­stät­ten zeigt hier die Alters­grup­pe der über 60-Jäh­ri­gen, die häu­fig über einen gewis­sen finan­zi­el­len Spiel­raum ver­fügt. Die Nach­fra­ge bei Eltern und Berufs­tä­ti­gen ist dem­ge­gen­über eher gering, da sie in der Regel noch damit beschäf­tigt sind, das Eigen­heim abzu­be­zah­len, und außer­dem den zusätz­li­chen Pfle­ge­auf­wand scheu­en. Idea­ler­wei­se plan­schen die Kin­der der jun­gen Fami­li­en also in den Schwimm­be­cken von Oma und Opa.

Swim­ming­pool oder Bade­teich – das ist hier die Frage

Im Wett­be­werb mit dem klas­si­schen Swim­ming­pool wird übri­gens der Bade­teich immer belieb­ter. Nicht nur in Punk­to Her­stel­lungs­kos­ten und Natür­lich­keit hat die Öko-Vari­an­te die Nase vorn, auch die lau­fen­den Unter­halts­kos­ten des Teichs sind im Ver­gleich nur halb so hoch, da sie im Som­mer nicht neu befüllt wer­den müssen.

Umwelt- und gesund­heits­be­wuss­te Haus­be­sit­zer kom­men bei Bade­tei­chen sowie­so auf ihre Kos­ten, denn dank der natür­li­chen Selbst­rei­ni­gung muss kein Chlor ver­wen­det wer­den, was auch für All­er­gi­ker von Vor­teil ist. Die Vor­ur­tei­le vom „trü­ben Gewäs­ser“ hat der Schwimm­teich längst wider­legt: Dank moder­ner Fil­ter­an­la­gen kön­nen sich Bade­teich-Besit­zer über ein unge­trüb­tes Schwimm­ver­gnü­gen freu­en. Der unnach­ahm­li­che Rei­ni­gungs-Mecha­nis­mus der Natur hat aber auch einen ent­schei­den­den Nach­teil: Der Teich muss über eine Rege­ne­ra­ti­ons­zo­ne ver­fü­gen, die nicht ange­schwom­men wird. Wegen des erhöh­ten Flä­chen­be­darfs las­sen sich Bade­tei­che daher nur in grö­ße­ren Gär­ten anlegen.

Ein wei­te­rer Punkt, der auf einer Pro-/Con­tra-Lis­te gegen einen Teich und für einen Pool spricht, ist die Mög­lich­keit der Abde­ckung (bei­spiels­wei­se durch elek­tri­sche Roll­lä­den), die bei Eltern mit klei­nen Kin­dern aus Sicher­heits­grün­den sehr gefragt ist. Zusätz­lich zu den Bau­kos­ten für einen 32 Qua­drat­me­ter gro­ßen Stan­dard­pool, die bei rund 15.000 Euro begin­nen, müss­ten für eine kin­der­si­che­re Abde­ckung noch ein­mal rund 10.000 Euro ein­kal­ku­liert werden.

Ein mehr oder weni­ger kost­spie­li­ges Ver­gnü­gen bleibt der Bade­spaß im eige­nen Gar­ten, je nach­dem, ob sie sich für den Klas­si­ker oder die Natur-Vari­an­te ent­schei­den. Doch man darf auch nicht ver­ges­sen, dass eine pri­va­te Schwimm­mög­lich­keit bei einem Haus­ver­kauf eines Tages erheb­lich grö­ße­ren Gewinn erzie­len würde.

Und wo wir schon bei Zie­len sind: Beim kur­zen Weg von der Ter­ras­sen­tür zum Schwimm­ver­gnü­gen zahlt sich der Preis auf jeden Fall aus. Und das nicht nur im Som­mer 2018.

Sie spie­len mit dem Gedan­ken an eine pri­va­te Bade­stät­te im eige­nen Gar­ten? Wir bera­ten Sie ger­ne und unverbindlich.

Foto © anyaberkut