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Bevor die Zins­wen­de kommt: 2019 noch vom Zins­tief profitieren

Nied­ri­ge Zin­sen sind seit 2016 bei­na­he zur Nor­ma­li­tät gewor­den. Doch kön­nen wir wie selbst­ver­ständ­lich davon aus­ge­hen, dass das Zins­tief immer wei­ter anhält? Die Anzei­chen für eine Zins­wen­de meh­ren sich, und eini­ge Exper­ten pro­phe­zei­en eine Immo­bi­li­en­bla­se, die bald platzt. Wir skiz­zie­ren für Sie die wich­tigs­ten Ver­än­de­run­gen am euro­päi­schen Finanz­markt und beleuch­ten die mög­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die…

Nied­ri­ge Zin­sen sind seit 2016 bei­na­he zur Nor­ma­li­tät gewor­den. Doch kön­nen wir wie selbst­ver­ständ­lich davon aus­ge­hen, dass das Zins­tief immer wei­ter anhält? Die Anzei­chen für eine Zins­wen­de meh­ren sich, und eini­ge Exper­ten pro­phe­zei­en eine Immo­bi­li­en­bla­se, die bald platzt. Wir skiz­zie­ren für Sie die wich­tigs­ten Ver­än­de­run­gen am euro­päi­schen Finanz­markt und beleuch­ten die mög­li­chen Aus­wir­kun­gen auf die Immobilienmärkte.

Die Euro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) hat ihr Kauf­pro­gramm für Staats­an­lei­hen eingestellt

Mit dem erklär­ten Ziel, die euro­päi­sche Wirt­schaft anzu­kur­beln und ver­schul­de­ten Staa­ten aus der Kri­se zu hel­fen, star­te­te die EZB im Jahr 2015 ihr umstrit­te­nes Pro­gramm zum Ankauf von Staats­an­lei­hen. Zum Jah­res­wech­sel lief die­ses Pro­gramm nun aus. Bereits bestehen­de Anlei­hen wer­den erneu­ert, aller­dings wer­den kei­ne neu­en Anlei­hen mehr gekauft. Zwar beein­flus­sen der Anlei­henkauf und das Zins­tief sich nicht direkt, das Pro­gramm stell­te jedoch gewis­ser­ma­ßen eine Zusatz­maß­nah­me zum gerin­gen Leit­zins dar. Dem­zu­fol­ge garan­tier­te der Ankauf von Staats­an­lei­hen einen nied­ri­gen Leit­zins. Wie sich der Leit­zins nach Been­di­gung des Kauf­pro­gramms für Staats­an­lei­hen ent­wi­ckeln wird, bleibt abzuwarten.

Die Amts­zeit von EZB-Prä­si­dent Mario Draghi endet

Im Herbst 2019 endet die Amts­zeit von EZB-Prä­si­dent Mario Draghi – was Aus­wir­kun­gen auf den Immo­bi­li­en­markt haben könn­te, denn aus Exper­ten­sicht ste­hen nach Prä­si­dent­schafts­wech­sel Leit­zins­er­hö­hun­gen bevor. Zunächst könn­te jedoch der Straf­zins für Ban­ken, die ihr Geld an der EZB anle­gen, ver­rin­gert werden.

Die Infla­ti­ons­ra­te ist gestiegen

Eine höhe­re Infla­ti­on klingt erst­mal nicht wün­schens­wert, doch EZB-Prä­si­dent Mario Draghi warnt vor sin­ken­den Prei­sen. Und das nicht ohne Grund: Vie­le Men­schen könn­ten ihre Käu­fe hin­aus­zö­gern, da sie auf nied­ri­ge­re Prei­se in der Zukunft spe­ku­lie­ren wür­den. Weil das für die Wirt­schaft aber fatal wäre, setz­te sich die EZB das Ziel, die Infla­ti­ons­ra­te auf knapp unter 2 Pro­zent zu erhö­hen. In Deutsch­land lag die Infla­ti­ons­ra­te zu Beginn der Nied­rig­zins­po­li­tik 2016 bei sehr gerin­gen 0,5 Pro­zent. 2017 erhöh­te sie sich sprung­haft auf 1,8 Pro­zent, und aktu­ell liegt sie bei 1,9 Prozent.

Zin­sen wer­den nur lang­sam steigen

Laut einer Umfra­ge der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters rech­nen Öko­no­men zwar mit einer Zins­er­hö­hung in der zwei­ten Jah­res­hälf­te. Doch auch nach Draghis Amts­zeit wird es vor­aus­sicht­lich nur zu einem lang­sa­men und mode­ra­ten Anstieg kom­men. Für den Immo­bi­li­en­markt sind des­halb zumin­dest für 2019 noch kei­ne star­ken Aus­wir­kun­gen zu erwar­ten. Wer sei­ne Immo­bi­lie in die­sem Jahr ver­kauft, kann also noch vom Zins­tief pro­fi­tie­ren – und hat die Wahl zwi­schen vie­len zah­lungs­fä­hi­gen Interessenten.

Sie möch­ten noch vom Zins­tief pro­fi­tie­ren und über­le­gen, Ihr Haus 2019 zu ver­kau­fen? Wir bera­ten Sie ger­ne und unverbindlich.

 

Foto: © Tan­ner Larson/Unsplash