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Demo­gra­phi­scher Wan­del: So ent­wi­ckelt sich Deutsch­land bis 2035

Wir wer­den älter und weni­ger – zumin­dest in den meis­ten deut­schen Land­krei­sen. Das pro­gnos­ti­ziert eine Stu­die des CIMA Insti­tuts für Regio­nal­wirt­schaft und des Ber­lin-Insti­tuts für Bevöl­ke­rung und Ent­wick­lung. Über ein zuver­läs­si­ges Rechen­mo­dell haben die For­scher berech­net, wie sich unse­re Bevöl­ke­rung bis 2035 durch Gebur­ten, Ster­be­fäl­le und Zu- und Abwan­de­rung ver­än­dern wird. Wir erläu­tern die wich­tigs­ten Trends – und wie sie sich auf das Woh­nen auswirken. 

Bereits 2002 begann die Bevöl­ke­rungs­zahl zu schrump­fen, weil es zuneh­mend mehr Ster­be­fäl­le als Gebur­ten gab. 2011 wen­de­te sich das Blatt dann noch mal: Zuwan­de­rungs­strö­me konn­ten die Ster­be­über­schüs­se aus­glei­chen und sorg­ten dafür, dass die Ein­woh­ner­zahl bis 2017 auf 83 Mil­lio­nen Men­schen stieg. Eine posi­ti­ve Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung soll es laut der Stu­die jedoch nur noch bis 2024. Danach schrumpft die Bevöl­ke­rung im Ver­gleich zu 2017 um knapp ein Pro­zent auf 82,3 Mil­lio­nen Men­schen.  

Das heißt jedoch kei­nes­falls, dass die Bevöl­ke­rung in allen deut­schen Regio­nen bis 2035 zurück­geht. Denn schaut man genau­er hin, sieht man, dass die Ent­wick­lung je nach Stadt und Land­kreis ganz unter­schied­lich aus­sieht. Grund­sätz­lich gilt: In die Städ­te zieht es immer mehr Men­schen, im Land geht die Bevöl­ke­rungs­zahl zurück. Das gilt ins­be­son­de­re für die länd­li­chen Regio­nen in Ost­deutsch­land. Mit 16,5 Pro­zent kann Leip­zig den größ­ten Bevöl­ke­rungs­zu­wachs erwar­ten. Der Land­kreis Elbe-Els­ter in Bran­den­burg hin­ge­gen mit 24,7 Pro­zent den stärks­ten Bevöl­ke­rungs­rück­gang. Natür­lich gibt es aber auch Aus­nah­men: Vie­le länd­li­che Regio­nen in Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg kön­nen mit Bevöl­ke­rungs­wachs­tum rech­nen, wäh­rend die Ein­woh­ner­zahl in Städ­ten wie Gel­sen­kir­chen zurückgeht.

Was heißt das nun für das The­ma „Woh­nen“? Wer­den die Immo­bi­li­en­prei­se in Regio­nen mit Bevöl­ke­rungs­wachs­tum auto­ma­tisch stei­gen, wäh­rend die in Regio­nen mit Bevöl­ke­rungs­zu­rück­gang sin­ken? Pau­schal lässt sich die­se Fra­ge nicht beant­wor­ten. Schließ­lich spielt hier auch die indi­vi­du­el­le Aus­stat­tung und Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on der Regi­on eine gro­ße Rol­le. Städ­te, die bis­her noch viel Leer­stand haben, kön­nen mit einem Bevöl­ke­rungs­zu­wachs bes­ser umge­hen als Städ­te, die die schon jetzt nur gerin­ge Leer­stands­quo­ten haben. „Gleich­zei­tig wird die Bau­tä­tig­keit auch in schrump­fen­den Regio­nen nicht plötz­lich ein­ge­stellt wer­den“, pro­gnos­ti­ziert Fabi­an Bött­cher, der Lei­ter des CIMA-Instituts.

Das hängt unter ande­rem auch mit der Alte­rung der Bevöl­ke­rung zusam­men. „Die Ver­än­de­run­gen in der Zusam­men­set­zung der Bevöl­ke­rung sind fast noch wich­ti­ger, als Zuwachs oder Rück­gang der Gesamt­be­völ­ke­rungs­zahl“, erklärt Bött­cher. Dem­nach gibt es in vie­len Regio­nen bald immer weni­ger Men­schen im erwerbs­fä­hi­gen Alter, dafür aber immer mehr Rent­ner. Für älte­re Men­schen wer­den im Bezug auf die Wohn­si­tua­ti­on dann auch The­men wie das bar­rie­re­freie Woh­nen zuneh­mend wich­ti­ger. Des­halb wer­den gera­de in stark altern­den Regio­nen mehr spe­zi­el­le Wohn­an­la­gen für Senio­ren entstehen.

Für Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer bie­tet sich daher nicht sel­ten ein bar­rie­re­frei­er Umbau an. Der erhöht nicht nur den eige­nen Wohn­kom­fort im Alter, son­dern kann auch im Fall eines Ver­kaufs zu einer deut­li­chen Wert­stei­ge­rung führen.

Sie wol­len wis­sen, wie sich der Wert Ihrer Immo­bi­lie durch einen bar­rie­re­frei­en Umbau ver­än­dert? Kon­tak­tie­ren Sie uns jetzt. Wir bera­ten Sie gerne. 

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Foto: © Berlin-Institut