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Der Kauf­ver­trag für die Immo­bi­lie – so läuft alles rund

Um eine Immo­bi­li­en­trans­ak­ti­on kor­rekt unter Dach und Fach zu brin­gen, muss eini­ges bedacht wer­den. Wenn Sie sich über den Kauf­ver­trag Gedan­ken machen, haben Sie die Ver­hand­lun­gen ver­mut­lich bereits hin­ter sich und ste­hen kurz vor dem Notar­ter­min. Doch auf wel­che Ver­ein­ba­run­gen und Details im Ver­trag müs­sen Sie ach­ten, damit Ihnen kei­ne Nach­tei­le entstehen?

Der Kauf­ver­trag bil­det die Basis für die Abwick­lung einer jeden Immo­bi­li­en­trans­ak­ti­on. Wenn ein Haus oder eine Woh­nung den Besit­zer wech­selt, tref­fen Käu­fer und Ver­käu­fer eine ver­bind­li­che Ver­ein­ba­rung, die zudem nota­ri­ell beglau­bigt wer­den muss. Die Gebühr, die der Notar hier­für erhebt, ori­en­tiert sich am Wert der Immo­bi­lie und beläuft sich auf cir­ca 1,5 Pro­zent des Kauf­prei­ses. Im Nor­mal­fall wird sie vom Erwer­ber getragen.

Der Notar ist gegen­über bei­den Par­tei­en zur Neu­tra­li­tät ver­pflich­tet und steht sowohl Käu­fer als auch Ver­käu­fer bera­tend zur Sei­te. Der Ver­trags­ent­wurf soll­te bei­den Ver­trags­part­nern min­des­tens zwei Wochen vor dem Notar­ter­min vor­lie­gen, sodass die Mög­lich­keit einer kri­ti­schen Über­prü­fung, gege­be­nen­falls durch einen Anwalt, besteht.

Bei Kauf­ver­trä­gen han­delt es sich meist um stan­dar­di­sier­te Kon­trak­te. Neben den nöti­gen Anga­ben zum Ver­käu­fer und Käu­fer, wie unter ande­rem deren Bank­ver­bin­dun­gen, müs­sen eine Grund­stücks­be­schrei­bung (Flur­kar­te) sowie ein aktu­el­ler Grund­buch­aus­zug ent­hal­ten sein.

Han­delt es sich um eine gebrauch­te Immo­bi­lie, wird zumeist die Klau­sel „Gekauft wie gese­hen“ auf­ge­nom­men. Im Gegen­satz zu Neu­bau­ten, die bei Kauf­ver­trags­un­ter­zeich­nung mit­un­ter noch von einem Bau­trä­ger errich­tet wer­den und dem Käu­fer eine fünf­jäh­ri­ge Gewähr­leis­tung auf das Bau­werk garan­tie­ren, besteht bei der Ver­äu­ße­rung einer Gebraucht­im­mo­bi­lie kei­ne Gewähr­leis­tungs­pflicht. Statt­des­sen wer­den etwai­ge Män­gel bei Gebäu­den aus zwei­ter Hand expli­zit in den Kauf­ver­trag auf­ge­nom­men, um die Ver­käu­fer zusätz­lich abzusichern.

Im Kauf­ver­trag wer­den außer­dem die ter­min­li­chen Vor­ga­ben fixiert, die mit der Immo­bi­li­en-Über­tra­gung ver­bun­den sind. Häu­fig über­nimmt der Erwer­ber vom Vor­be­sit­zer zusätz­li­che Gegen­stän­de wie Küchen­ein­rich­tung, Gar­ten­mö­bel oder Heiz­öl, das noch im Tank bevor­ra­tet wird. Auch die­se Son­der­ver­ein­ba­run­gen soll­ten Ein­gang in den Kauf­ver­trag fin­den. Bei der Berech­nung der Grund­er­werbs­steu­er blei­ben die Son­der­pos­ten jedoch außen vor.

Haben Sie Fra­gen zu den kor­rek­ten Ver­trags­in­hal­ten für den Ver­kauf Ihrer Immo­bi­lie? Wir bera­ten Sie gerne!