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Eigen­tums­woh­nung ver­kau­fen – was Eigen­tü­mer wis­sen sollten

Wer in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus zur Mie­te oder zum Kauf lebt, weiß, dass nicht immer alles rei­bungs­los zwi­schen den Haus­be­woh­nern ver­läuft. Wer in einer Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft ist, für den gilt die Gemein­schafts­ver­ord­nung und das Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz. Unter Umstän­den auch beim Ver­kauf der Wohnung.

In den meis­ten Fäl­len kön­nen Besit­zer von Eigen­tums­woh­nun­gen selbst ent­schei­den, wem Sie Ihre Immo­bi­lie ver­kau­fen. Wenn aber eine fest­ge­schrie­be­ne Ver­äu­ße­rungs­be­schrän­kung exis­tiert, kann es schwie­rig werden.

Was ist eine Veräußerungsbeschränkung? 

Die Ver­äu­ße­rungs­be­schrän­kung ist im deut­schen Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz (§12 WEG) ver­an­kert und gilt dann, wenn die­se im Grund­buch steht. Ist ein Ver­käu­fer von die­ser Rege­lung betrof­fen, darf die Woh­nung nicht ohne die Zustim­mung der Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft oder eines Haus­ver­wal­ters ver­kauft werden.

Ein­fluss­nah­me auf den Verkauf

Nur weil ein Nach­bar nicht mit dem neu­en Haus­be­woh­ner zufrie­den ist, schei­tert der Ver­kauf nicht. Viel mehr gibt es drei Wege wie der Ver­kauf bei einer Ver­äu­ße­rungs­be­schrän­kung beein­flusst wer­den kann. Ent­we­der ent­schei­det die gesam­te Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft über den Woh­nungs­ver­kauf oder es fin­det eine Mehr­heits­ent­schei­dung statt. Die drit­te Vari­an­te ist, dass der Haus­ver­wal­ter allein dar­über bestimmt, ob die Woh­nung an den neu­en poten­zi­el­len Käu­fer ver­äu­ßert wird.

Wann darf ein Käu­fer abge­lehnt werden?

Grund­sätz­lich aber darf nicht jeder Kauf­in­ter­es­sent abge­lehnt wer­den. Denn für die Ableh­nung muss ein trif­ti­ger Grund vor­lie­gen. Wirk­sa­me Ableh­nungs­grün­de sind unter anderem:

  • der Käu­fer wird sich finan­zi­ell nicht aus­rei­chend an den Gemein­schafts­ver­pflich­tun­gen betei­li­gen können
  • die vor­ge­se­he­ne Nut­zung der Woh­nung ver­stößt gegen die Teilungserklärung
  • Cha­rak­ter der Wohn­an­la­ge wird gestört

All­ge­mein darf eine Ableh­nung ent­we­der in der Per­son des Käu­fers oder der Woh­nungs­nut­zung begrün­det sein.

Infor­mie­ren und Kon­flik­te vermeiden

Um Kon­flik­te zu ver­mei­den, soll­ten Ver­käu­fer immer vor­her abklä­ren, ob eine Ver­äu­ße­rungs­be­schrän­kung im Grund­buch steht, und wenn ja, wie die­se genau in der Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft gere­gelt ist. Soll­ten den­noch Unei­nig­kei­ten auf­kom­men, kann die Ange­le­gen­heit über den juris­ti­schen Weg geklärt wer­den. Um sol­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen zu ver­mei­den, emp­fiehlt es sich für Eigen­tü­mer sich an einen Immo­bi­li­en­mak­ler zu wenden.

Möch­ten Sie Ihre Woh­nung ver­kau­fen und benö­ti­gen Unter­stüt­zung? Dann mel­den Sie sich! Wir bera­ten Sie gerne.

 

Sie benö­ti­gen wei­te­re Informationen? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungseigentum_(Deutschland)

https://www.test.de/Eigentumswohnung-Grundregeln-der-Eigentuemergemeinschaft-5332284–0/

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

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