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Immo­bi­lie geerbt: Ist die Eigen­nut­zung zu teuer?

Vie­le Men­schen freu­en sich über eine geerb­te Immo­bi­lie, weil Sie so end­lich an das lang­ersehn­te Eigen­heim kom­men. Doch oft­mals ist die Eigen­nut­zung teu­er. Damit Sie sich beim Ein­zug in die Erb­im­mo­bi­lie nicht ver­schul­den, soll­ten Sie sich vor­her die­se Fra­gen stellen. 

Wie viel Erb­schaft­steu­er muss ich zahlen? 

Oft­mals haben Erben kei­ne ande­re Mög­lich­keit, als die Immo­bi­lie zu ver­kau­fen, weil Sie sich ansons­ten die anfal­len­den Erb­schaft­steu­er-Beträ­ge nicht leis­ten kön­nen. Ehe­part­ner und Kin­der sind von der Erb­schaft­steu­er befreit, wenn Sie die Immo­bi­lie nach dem Erb­fall min­des­tens zehn Jah­re lang selbst nut­zen. Auch für ande­re enge Ver­wand­te wie Enkel­kin­der oder Nich­ten und Nef­fen gel­ten Frei­be­trä­ge. Erben Sie von Ihrem Onkel oder Ihrer Tan­te liegt die­ser aber bei­spiels­wei­se nur bei 20.000 Euro. Die Immo­bi­lie ist höchst­wahr­schein­lich mehr Wert. Hin­zu­kommt, dass die Steu­er­sät­ze immer höher wer­den, je wei­ter ent­fernt Sie mit dem Erb­las­ser ver­wandt sind.

Erben Sie bei­spiels­wei­se von einer Tan­te eine Immo­bi­lie im Wert von 400.000 Euro, müs­sen Sie in Steu­er­klas­se 2, in der Nich­ten und Nef­fen ange­sie­delt sind, 25 Pro­zent Steu­ern zah­len. Bei einem Frei­be­trag von 20.000 Euro, müs­sen Sie also 380.000 Euro mit die­sem Steu­er­satz ver­steu­ern. Das ergibt eine Steu­er­zah­lung von 95.000 Euro.

Ist noch eine Hypo­thek abzuzahlen? 

Auch wenn Sie kei­ne hohen Steu­ern zah­len müs­sen, ist es wich­tig dar­auf zu ach­ten, ob die Hypo­thek für die Immo­bi­lie bereits abge­zahlt ist. Denn Sie erben nicht nur die Immo­bi­lie selbst, son­dern auch die Schul­den bei der Bank.

Muss ich mei­ne Mit­er­ben auszahlen? 

Wenn Sie nicht der Allein­er­be der Immo­bi­lie sind, kön­nen Sie nicht ein­fach so ohne das Ein­ver­ständ­nis Ihrer Mit­er­ben in die Immo­bi­lie ein­zie­hen. Um der allei­ni­ge Eigen­tü­mer der Immo­bi­lie zu wer­den und frei dar­über ent­schei­den zu kön­nen, müs­sen Sie Ihre Mit­er­ben aus­zah­len. Wie viel die­sen zusteht, ist abhän­gig vom Wert der Immo­bi­lie. Die­sen las­sen Sie am bes­ten von einem Immo­bi­li­en­ex­per­ten berech­nen. Nicht abbe­zahl­te Hypo­the­ken flie­ßen selbst­ver­ständ­lich auch mit in die Berech­nung der Ablö­se­sum­me ein. Wenn Sie nicht sofort den vol­len Betrag auf­brin­gen kön­nen, ist es auch mög­lich, sich mit Ihren Mit­er­ben auf eine Raten­zah­lung zu eini­gen oder einen Kre­dit bei der Bank aufzunehmen.

Sind teu­re Sanie­run­gen notwendig? 

Wei­ter­hin raten Exper­ten dazu, auch anfal­len­de Unter­hal­tungs­kos­ten mit­ein­zu­pla­nen. Vie­le älte­re Men­schen haben Repa­ra­tu­ren und Moder­ni­sie­run­gen am Haus in den letz­ten Jah­ren vor ihrem Tod schlei­fen las­sen. So kann es sein, dass das Dach drin­gend erneu­ert wer­den muss, der Kel­ler feucht ist oder durch schlech­te Däm­mun­gen im Win­ter hohe Heiz­kos­ten dro­hen. Grö­ße­re Sanie­run­gen am Haus kön­nen schnell in den fünf­stel­li­gen Bereich gehen. Es ist daher rat­sam, die Immo­bi­lie vor Ihrer Ent­schei­dung von einem Exper­ten bege­hen zu las­sen, der Ihnen sagen kann, wel­che Kos­ten auf Sie zukommen.

Der Unter­halt Ihrer Erb­im­mo­bi­lie ist Ihnen zu teu­er und Sie wol­len lie­ber ver­kau­fen? Kon­tak­tie­ren Sie uns jetzt. Wir bera­ten Sie gern.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

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