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Immo­bi­li­en­er­be in der Patch­work­fa­mi­lie: lie­ber mit Testament

Was erbt der Sohn des Part­ners aus ers­ter Ehe und was die gemein­sa­men Kin­der – in einer Patch­work­fa­mi­lie ist nicht auto­ma­tisch jedes Fami­li­en­mit­glied Erbe. Da kommt es schnell zu Unge­rech­tig­kei­ten und Unklar­hei­ten, was etwa mit einer zu ver­er­ben­den Immo­bi­lie geschieht. Der Rat des Exper­ten: machen Sie ein Tes­ta­ment. Nach der gesetz­li­chen Erb­fol­ge kann sich das…

Was erbt der Sohn des Part­ners aus ers­ter Ehe und was die gemein­sa­men Kin­der – in einer Patch­work­fa­mi­lie ist nicht auto­ma­tisch jedes Fami­li­en­mit­glied Erbe. Da kommt es schnell zu Unge­rech­tig­kei­ten und Unklar­hei­ten, was etwa mit einer zu ver­er­ben­den Immo­bi­lie geschieht. Der Rat des Exper­ten: machen Sie ein Testament.

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Nach der gesetz­li­chen Erb­fol­ge kann sich das Erbe in einer Patch­work­fa­mi­lie ungleich ver­tei­len. Wie schnell es da unge­recht wer­den kann, ver­an­schau­licht das fol­gen­de Bei­spiel. Neh­men wir an, eine Frau und ein Mann sind zum zwei­ten Mal ver­hei­ra­tet, bei­de haben zwei Kin­der mit­ge­bracht. Die Frau hat ein Ver­mö­gen von 100.000 Euro, der Mann bringt 200.000 Euro mit in die Ehe.

Die gesetz­li­che Erb­fol­ge ist bei Patch­work­fa­mi­li­en nicht immer gerecht 

Stirbt der Mann vor sei­ner Ehe­frau, erbt die Frau 50 Pro­zent sei­nes Ver­mö­gens, das ent­spricht 100.000 Euro. Die ande­ren 50 Pro­zent erben sei­ne leib­li­chen Kin­der, also jeder 50.000 Euro. Wohin­ge­gen die Kin­der sei­ner Frau nichts erhal­ten, denn sind die­se nicht adop­tiert, steht ihnen kein Pflicht- oder Erb­teil zu. Wenn die Frau stirbt, geht das Gesamt­ver­mö­gen von nun 200.000 Euro an ihre Kin­der. Die Kin­der des Man­nes gehen leer aus.

Stirbt die Frau zuerst, bekom­men ihre Kin­der je 25.000 Euro, ihr Ehe­mann 50.000 Euro. Wenn der Mann dann stirbt, gibt es für sei­ne zwei Kin­der je 125.000 Euro. Die Rei­hen­fol­ge des Versterbens und die gesetz­li­che Erb­fol­ge machen es hier also kom­pli­ziert und unge­recht. Gibt es auch noch gemein­sa­me Kin­der, wird es noch schwieriger.

Regeln Sie Ihr Erbe mit einem Testament

Um all die­sen Even­tua­li­tä­ten und Schwie­rig­kei­ten zu ent­ge­hen, raten Exper­ten dazu, das Erbe mit einem Tes­ta­ment zu orga­ni­sie­ren. Dabei ist die Opti­on, dass die Eltern erst als Allein­er­ben ein­ge­tra­gen wer­den und dass alle Kin­der nach dem Tod von bei­den zu glei­chen Tei­len erben, zu emp­feh­len. Den­ken soll­te man dabei an den Pflicht­teil, der von den Kin­dern des ver­stor­be­nen Eltern­teils gel­tend gemacht wer­den kann. Las­sen Sie sich zu all die­sen The­men von einem Rechts­ex­per­ten beraten.

Wenn es um ein Immo­bi­li­en­er­be geht 

Geht es bei einem Erbe in einer Patch­work­fa­mi­lie um eine Immo­bi­lie, ist ein Tes­ta­ment umso wich­ti­ger. Kommt es zum Able­ben eines Ehe­part­ners, bil­den sei­ne Kin­der und der ver­blie­be­ne Part­ner eine Erben­ge­mein­schaft und wer­den im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen. Allen Ent­schei­dun­gen, die bezüg­lich der Immo­bi­lie gefällt wer­den müs­sen, müs­sen die Stief­kin­der zustim­men. Der geschie­de­ne Part­ner des Ver­stor­be­nen wür­de als gesetz­li­cher Ver­tre­ter auch noch mit­re­den, wenn die Kin­der noch min­der­jäh­rig sind.

 

Sie leben mit Ihrer Patch­work­fa­mi­lie oder Fami­lie in einer Immo­bi­lie und fra­gen sich, was mit Ihrem Erbe gesche­hen soll? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gerne. 

 

 

Hin­wei­se
In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

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