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Ken­nen Sie die „Reser­vie­rungs­ver­ein­ba­rung“?

Sie haben sich für eine Immo­bi­lie ent­schie­den, aber die Finan­zie­rung steht noch nicht voll­stän­dig? Gar kein Pro­blem, denn ein Pro­fi-Mak­ler kann die­se Immo­bi­lie für Sie reser­vie­ren. Wir erklä­ren Ihnen wie das geht und was Sie dabei beach­ten müssen. 

Einen Auf­trag zur Reser­vie­rung einer Immo­bi­lie durch einen Pro­fi-Mak­ler, nennt man eine Reser­vie­rungs­ver­ein­ba­rung. Sie wird unter ande­rem dann geschlos­sen, wenn ein Kauf beab­sich­tig ist, aber der Kauf­ver­trag aus ver­schie­de­nen Grün­den erst spä­ter abge­schlos­sen wer­den kann. Mit dem Abschluss die­ser Ver­ein­ba­rung garan­tiert der Mak­ler die betref­fen­de Immo­bi­lie für eine bestimm­te Zeit kei­nem ande­ren Inter­es­sen­ten anzubieten.

Ist eine Reser­vie­rungs­ge­bühr notwendig? 

Aller­dings ist ein sol­cher Ser­vice nicht immer kos­ten­frei. Eini­ge Mak­ler stel­len den Inter­es­sen­ten eine soge­nann­te Reser­vie­rungs­ge­bühr in Rech­nung. Die­se Gebühr stellt das Ent­gelt dafür dar, dass der Mak­ler für die ver­ein­bar­te Zeit auf die Ver­mark­tung der Immo­bi­lie verzichtet.

Kommt es dann zum Abschluss eines nota­ri­el­len Kauf­ver­tra­ges, so wird die Reser­vie­rungs­ge­bühr auf die Mak­ler­ge­bühr ange­rech­net. In den meis­ten Fäl­len ver­zich­ten Mak­ler aller­dings auf die Erhe­bung einer Reser­vie­rungs­ge­bühr, da es spä­tes­tens beim Absprung des Inter­es­sen­ten vom Kauf, zu Strei­tig­kei­ten kom­men kann. Außer­dem sind wirk­sa­me Reser­vie­rungs­ge­büh­ren in der Pra­xis nur sehr schwer zu vereinbaren.

Getrof­fen wer­den muss eine Reser­vie­rungs­ver­ein­ba­rung von allen Sei­ten, also Kauf­in­ter­es­sent, Ver­käu­fer und Mak­ler. Ohne die Betei­li­gung des Ver­käu­fers, ist die Ver­ein­ba­rung für den Käu­fer nicht erfolg­reich. Wich­tig ist jedoch, dass der Ver­käu­fer von die­ser Ver­ein­ba­rung in Kennt­nis gesetzt wird, da der Mak­ler durch sei­ne zeit­wei­se Pas­si­vi­tät gegen sei­ne Pflich­ten aus dem Mak­ler­ver­trag in Form des Allein­auf­tra­ges ver­stößt. Im Allein­auf­trag, oder qua­li­fi­zier­ten Allein­auf­trag, ist näm­lich das akti­ve Küm­mern um das Objekt und der Nach­weis aller mög­li­chen Inter­es­sen­ten für das Objekt geregelt.

Wie lan­ge darf man reservieren? 

Reser­viert wer­den kann das Objekt jedoch nicht auf eine unbe­stimm­te Zeit. Die Dau­er ist aller­dings Ver­hand­lungs­sa­che. Üblich sind ein oder zwei Mona­te, um den Kauf unter Dach und Fach zu brin­gen. Theo­re­tisch wäre auch ein län­ge­rer Zeit­raum mög­lich. Aller­dings soll­te man sich dann über­le­gen einen Vor­ver­trag in Betracht zu ziehen.

Letzt­end­lich ist aber der fina­le Kauf­ver­trag der alles ent­schei­den­de. Ver­hin­dern kann der Reser­vie­rungs­ver­trag einen Rück­tritt vom Immo­bi­li­en­kauf nicht, denn bis zur nota­ri­el­len Beur­kun­dung des eigent­li­chen Kaufs wird die Immo­bi­lie nicht über­tra­gen und auch den Ver­käu­fer kann nie­mand zwin­gen zu verkaufen.

Sie möch­ten wis­sen, wor­auf Sie beim Kauf oder Ver­kauf einer Immo­bi­lie ach­ten müs­sen? Kon­tak­tie­ren Sie uns? Wir bera­ten Sie gern. 

Wei­te­re Infos fin­den Sie hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Reservierung

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohneigentum

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohneigentumsquote

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

Foto: © gio­van­ni gargiulo/Pixabay.com