Kategorien
Aktuelles

Kli­ma­pa­ket – Das ändert sich für Hauseigentümer

Das Kli­ma­pa­ket ist unter Dach und Fach. Es wur­de Mit­te Novem­ber vom Bun­des­tag ange­nom­men und die wesent­li­chen Bestand­tei­le Ende Novem­ber vom Bun­des­rat ver­ab­schie­det. Ziel des Kli­ma­pa­kets ist es den CO2-Aus­stoß zu redu­zie­ren, um das Kli­ma nicht wei­ter nega­tiv zu beein­flus­sen. Auch Bau­en und Woh­nen sol­len künf­tig kli­ma­freund­li­cher wer­den. Dafür schafft die schwarz-rote Koali­ti­on neue Anreize.…

Das Kli­ma­pa­ket ist unter Dach und Fach. Es wur­de Mit­te Novem­ber vom Bun­des­tag ange­nom­men und die wesent­li­chen Bestand­tei­le Ende Novem­ber vom Bun­des­rat ver­ab­schie­det. Ziel des Kli­ma­pa­kets ist es den CO2-Aus­stoß zu redu­zie­ren, um das Kli­ma nicht wei­ter nega­tiv zu beein­flus­sen. Auch Bau­en und Woh­nen sol­len künf­tig kli­ma­freund­li­cher wer­den. Dafür schafft die schwarz-rote Koali­ti­on neue Anrei­ze. Wie ver­ra­ten Ihnen, wel­che Neue­run­gen sich für Haus­ei­gen­tü­mer ergeben. 

 

Der Anteil des Gebäu­de­sek­tors an der CO2-Emis­si­on in Deutsch­land ist rela­tiv hoch. Rund 14 Pro­zent der Gesamt­emis­sio­nen wer­den von Gebäu­den aus­ge­sto­ßen. 26 Pro­zent der gesam­ten Ener­gie in Deutsch­land wer­den für Hei­zung und Warm­was­ser ver­braucht. Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken gibt es neue Rege­lun­gen in Bezug auf Hei­zung, Sanie­run­gen und Ener­gie­prei­se. Fie­len auf den Gebäu­de­sek­tor 2017 noch rund 132 Mio. Ton­nen CO2, sol­len es 2030 nur noch 70 Mio. Ton­nen sein. Es ist geplant, dass die ers­ten Ergeb­nis­se des Kli­ma­pa­kets 2020 auch tat­säch­lich bei den Bun­des­bür­gern ankommen.

 

Zunächst ein­mal sieht das Kli­ma­pa­ket ein Ver­bot von Ölhei­zun­gen für Neu­bau­ten vor. Dem­nach soll es ab die­sem Zeit­punkt nicht mehr erlaubt sein, in einem Neu­bau eine Ölhei­zung ein­zu­bau­en, wenn in dem Gebäu­de auch eine kli­ma­freund­li­che­re Wär­me­er­zeu­gung mög­lich ist. Haus­be­sit­zer sol­len mit einem Zuschuss dazu bewegt wer­den ihre alte Öl- oder Gas­hei­zung gegen eine kli­ma­freund­li­che Anla­ge aus­zu­tau­schen oder gleich ganz auf erneu­er­ba­re Ener­gien umzu­stei­gen. Es ist eine Aus­tausch­prä­mie geplant, die eine 40-pro­zen­ti­gen För­de­rung vor­sieht, um Anrei­ze für Aus­tausch alter Hei­zun­gen zu schaf­fen. Zudem sol­len auch Lea­sing­an­ge­bo­te geför­dert wer­den, damit sich noch mehr Haus­hal­te die kli­ma­freund­li­chen Heiz­ar­ten leis­ten kön­nen. Wo erneu­er­ba­re Wär­me nicht mög­lich ist, soll der Umstieg auf effi­zi­en­te hybri­de Gas­hei­zun­gen, die antei­lig erneu­er­ba­re Ener­gien ver­wen­den, geför­dert wer­den. In jedem Fall bleibt aber die Aus­tausch­pflicht für Hei­zun­gen, die älter als 30 Jah­re sind, bestehen. Sind für eine Ölhei­zung teu­re Repa­ra­tu­ren wie ein Bren­ner­aus­tausch oder ein neu­er Tank über­fäl­lig, soll­ten sich Haus­be­sit­zer gut über­le­gen, ob sich der Umstieg auf kli­ma­freund­li­che Alter­na­ti­ven nicht schon früh­zei­tig lohnt.

 

Auch wei­te­re Sanie­rungs­maß­nah­men sol­len geför­dert wer­den. Dazu zäh­len der Aus­tausch von alten Fens­tern gegen Wär­me­schutz­fens­ter oder die Däm­mung von Dächern und Außen­wän­den. Die För­de­rung soll durch eine Steu­er­erleich­te­rung erfol­gen. Von dem Steu­er­ab­zug pro­fi­tie­ren Haus­ei­gen­tü­mer aller Steu­er­klas­sen. Wer bei­spiels­wei­se neue Fens­ter ein­bau­en lässt, kann über drei Jah­re ver­teilt sei­ne Steu­er­schuld um 20 Pro­zent der Aus­ga­be­kos­ten für die neu­en Fens­ter min­dern. Auch die För­de­rung durch die KfW steht als Alter­na­ti­ve zur Ver­fü­gung. Die bestehen­den KfW-För­der­pro­gram­me sol­len um zehn Pro­zent erhöht werden.

 

Schließ­lich soll eine Erhö­hung der Erd­gas- und Heiz­öl­prei­se statt­fin­den. Heiz­öl wird durch die CO2-Beprei­sung, die Teil des Kli­ma­pa­kets ist, von Jahr zu Jahr teu­rer wer­den. Im Jahr 2030 ist schon damit zu rech­nen, dass ein Preis­an­stieg von 30 Pro­zent statt­ge­fun­den hat. Die Prei­se für Erd­gas wer­den in die­sem Zeit­raum um rund 20 Pro­zent anstei­gen. Die Strom­preis­zu­la­ge, die Ver­brau­cher für den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien zah­len, soll gesenkt wer­den. Eine Durch­schnitts­fa­mi­lie spart hier­durch aber nur weni­ge Euro im Monat. Wei­ter­hin soll es auch zu einer Ver­än­de­rung bei der Ener­gie­be­ra­tung für Wohn­ge­bäu­de kom­men. Bei einem Eigen­tü­mer­wech­sel bei­spiels­wei­se soll eine obli­ga­to­ri­sche Bera­tung ein­ge­führt wer­den. Die geplan­ten För­der­pro­gram­me sol­len die ent­ste­hen­den Kos­ten für sol­che Bera­tun­gen abdecken.

Sie möch­ten wis­sen, wie sich eine kli­ma­freund­li­che Sanie­rung auf den Ver­kaufs­preis Ihrer Immo­bi­lie aus­wir­ken könn­te? Kon­tak­tie­ren Sie uns jetzt! Wir bera­ten Sie gern. 

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

 

Foto: © Faber14/Depositphotos.com