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Kommt bald der Nega­tiv­zins beim Immobilienkauf?

Bis zu 10 Pro­zent Zin­sen zahl­ten Immo­bi­li­en­käu­fer noch vor 30 Jah­ren auf das Dar­le­hen für ihr Eigen­heim. Seit eini­gen Jah­ren befin­den wir uns nun in einer Nied­rig­zins­pha­se. Wann die Zins­wen­de kommt ist nicht abzu­se­hen. Aktu­ell sin­ken die Zin­sen sogar noch wei­ter. Exper­ten spe­ku­lie­ren bereits. Kom­men bald Kre­di­te ohne Zin­sen oder gar mit Negativverzinsung? 

Eine Ana­ly­se des Kre­dit­ver­mitt­lers Inter­hyp zeigt, dass die Zin­sen für Dar­le­hen mit Zehn­jah­res-Bin­dung je nach Kre­dit­wür­dig­keit und Bank in den letz­ten Wochen unter die 0,5‑Prozent-Marke gefal­len sind. Der Finanz­dienst­leis­ter hat dafür die Kon­di­tio­nen von mehr als 400 Geld­ge­bern verglichen.

Immo­bi­li­en­käu­fer mit einer guten Kre­dit­wür­dig­keit kön­nen sich dem­nach teil­wei­se über eine Ver­zin­sung von nur 0,4 Pro­zent pro Jahr für die nächs­ten zehn Jah­re freu­en. Die däni­sche Nor­dea Bank ist sogar schon einen Schritt wei­ter. Hier kön­nen Immo­bi­li­en­käu­fer sich für 20 Jah­re Geld ohne Ver­zin­sung leihen.

Woher kom­men die nied­ri­gen Zinsen? 

Die Zins­po­li­tik der Geld­häu­ser wird maß­geb­lich von der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) gesteu­ert. Die hat den Leit­zins­satz für die Ver­ga­be von Kre­di­ten bereits 2016 auf 0 Pro­zent gesenkt. Wenn Ban­ken sich also Geld von der EZB lei­hen, müs­sen sie dafür kei­ne Zin­sen zah­len. Bei der Anla­ge von Gel­dern bei der EZB gibt es anders­her­um aktu­ell aller­dings einen Nega­tiv­zins. Wenn Ban­ken gro­ße Geld­sum­men zurück­le­gen, müs­sen sie dafür also zah­len. Dem­entspre­chend lohnt es sich für die Ban­ken momen­tan, ihr Geld in Form von Kre­di­ten und Dar­le­hen zu verleihen.

Könn­te es zu Nega­tiv­zin­sen bei der Kre­dit­ver­ga­be kommen? 

Der Nega­tiv­zins für Geld­an­la­gen bei der EZB liegt aktu­ell bei ‑0,5 Pro­zent. Theo­re­tisch könn­te es sich für eine Bank also loh­nen, wenn sie einen Kre­dit mit einem Nega­tiv­zins von ‑0,1 Pro­zent ver­gibt. Für den Immo­bi­li­en­käu­fer wür­de das bei einer Kre­dit­sum­me von 100.000 Euro zum Bei­spiel bedeu­ten, dass er ins­ge­samt nur 99.000 Euro bezah­len muss.

Aktu­ell spre­chen sich die meis­ten Ban­ken jedoch gegen eine sol­che Nega­tiv­zins­po­li­tik aus. Auf Anfra­ge des Por­tals Finanz-Szene.de gab die Deut­sche Bank etwa an, der­zeit nicht zu pla­nen, nega­ti­ve Zin­sen ein­zu­füh­ren. Auch die Com­merz­bank teil­te mit, dass nega­ti­ve Zin­sen momen­tan nicht vor­stell­bar sein.

Auch Finanz­ex­per­ten gehen eher von Bau­zin­sen aus, die auf 0 Pro­zent fal­len. Eine nega­ti­ve Ver­zin­sung hin­ge­gen hal­ten sie nur in Aus­nah­me­fäl­len für möglich.

Für Immo­bi­li­en­käu­fer bedeu­tet die aktu­el­le Nied­rig­zins­po­li­tik in jedem Fall, dass die Finan­zie­rung einer Immo­bi­lie so leicht ist wie nie zuvor. Aller­dings stei­gen auch die Prei­se wei­ter­hin an, sodass ein grö­ße­rer Eigen­ka­pi­tal-Anteil not­wen­dig ist.

Eigen­tü­mer, die dar­über nach­den­ken, ihre Immo­bi­lie zu ver­kau­fen, kön­nen sich aktu­ell jeden­falls dank der nied­ri­gen Zin­sen über eine hohe Nach­fra­ge freuen.

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Foto: Feodora52 / Depositphotos.com