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Krebs­ge­fahr: War­um Sie die Radon­wer­te in Ihrer Immo­bi­lie mes­sen las­sen sollten

Wis­sen Sie was Radon ist? Ja? Dann haben Sie im Che­mie-Unter­richt ver­mut­lich gut auf­ge­passt. Doch auch für Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer, die in Che­mie kei­ne Ein­ser-Schü­ler waren, könn­te es wich­tig sein, sich ein­mal genau­er mit dem Ele­ment zu beschäf­ti­gen. Denn neben Rau­chen ist Radon die häu­figs­te Ursa­che für Lun­gen­krebs – und das radio­ak­ti­ve Edel­gas zieht durch den Boden…

Wis­sen Sie was Radon ist? Ja? Dann haben Sie im Che­mie-Unter­richt ver­mut­lich gut auf­ge­passt. Doch auch für Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer, die in Che­mie kei­ne Ein­ser-Schü­ler waren, könn­te es wich­tig sein, sich ein­mal genau­er mit dem Ele­ment zu beschäf­ti­gen. Denn neben Rau­chen ist Radon die häu­figs­te Ursa­che für Lun­gen­krebs – und das radio­ak­ti­ve Edel­gas zieht durch den Boden in Häu­ser ein. 

Das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS), warnt davor, dass radon­hal­ti­ge Luft durch den Boden in Gebäu­de zie­hen kann. Beson­ders betrof­fen sind dabei Gebäu­de ohne durch­ge­hen­de Grund­plat­te aus Beton sowie Gebäu­de, die vor 1960 gebaut wur­den. Auch die Regi­on, in der die Immo­bi­lie steht, ist für die Kon­zen­tra­ti­on ent­schei­dend. Beson­ders in den Bun­des­län­dern Nord­rhein-West­fah­len, Hes­sen, Rhein­land­pfalz, Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern, Sach­sen und Thü­rin­gen, ist das Radon-Vor­kom­men im Boden hoch. Auf ein­er­Kar­te des BfS kön­nen Sie nach­schau­en, wie hoch die Radon-Kon­zen­tra­ti­on in Ihrer Regi­on ist.

Lun­gen­krebs­ri­si­ko durch Radon

Radon ist ein Edel­gas, das ohne spe­zi­el­le Mess­ge­rä­te nicht ent­tarnt wer­den kann. Denn es hat weder einen für Men­schen wahr­nehm­ba­ren Geruch, noch kann man es schme­cken oder sehen. Damit atmen wir es unbe­merkt ein. Das wäre kein Pro­blem, wenn Radon nicht Lun­gen­krebs aus­lö­sen könn­te. Laut BfS sind rund fünf Pro­zent aller Todes­fäl­le durch Lun­gen­krebs auf Radon zurück­zu­füh­ren. Je höher die Radon­kon­zen­tra­ti­on in der Luft ist und je län­ger wir es ein­at­men, des­to höher ist das Lungenkrebs-Risiko.

Da Radon aus dem Boden auf­steigt, ist die Kon­zen­tra­ti­on im Kel­ler meist beson­ders hoch. Doch auch in der Luft in den obe­ren Stock­wer­ken ist teil­wei­se Radon zu fin­den. Wer in den eige­nen vier Wän­den eine Gefahr durch Radon befürch­tet, kann die Radon­wer­te ganz ein­fach mes­sen las­sen. Spe­zi­el­le Mess­ge­rä­te gibt es von ver­schie­de­nen Anbie­tern. Sie kos­ten zwi­schen 30 und 50 Euro.

Was tun gegen Radon in der Luft?

Doch was tun, wenn eine hohe Radon­be­las­tung in der Immo­bi­lie fest­ge­stellt wur­de? Als Erst­maß­nah­me kann es bereits Ver­bes­se­rung brin­gen, wenn regel­mä­ßig stoß­ge­lüf­tet wird. Ziel ist es dabei, schon nach weni­gen Minu­ten die gesam­te Innen­luft aus­zu­tau­schen. In fens­ter­lo­sen Kel­ler­räu­men, in denen das nicht mög­lich ist, kann die radon­hal­ti­ge Boden­luft alter­na­tiv auch abge­saugt wer­den, wenn der Boden dafür durch­läs­sig genug ist. Das muss indi­vi­du­ell mit einem Fach­mann abge­klärt wer­den. Steigt das Gas aus dem Kel­ler in die rest­li­chen Wohn­räu­me, kann es zudem hilf­reich sein, Türen, Lei­tun­gen und ande­re Ver­bin­dun­gen in die obe­ren Stock­wer­ke abzudichten.

Möch­ten Sie wis­sen, wie radon­hal­ti­ge Luft den Wert Ihrer Immo­bi­lie beein­flusst? Kon­tak­tie­ren Sie uns. Wir bera­ten Sie gern.

Foto: vcha­lup / stock.adobe.com