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Län­ge­re Frist für Grund­steu­er­erklä­rung – aber die Pro­ble­me bleiben

Vie­le Eigen­tü­mer atmen auf. Sie haben nun Zeit bis zum 31. Janu­ar 2023, um ihre Grund­steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben. Doch die Frist­ver­län­ge­rung behebt nicht die Schwie­rig­kei­ten, die vie­le mit den For­mu­la­ren und der Sys­te­ma­tik der Erfas­sung haben. Eigent­lich hät­te die Grund­steu­er­erklä­rung bis zum 31. Okto­ber die­ses Jah­res abge­ge­ben wer­den müs­sen. Bis Anfang Okto­ber hat­ten dies aber nicht…

Vie­le Eigen­tü­mer atmen auf. Sie haben nun Zeit bis zum 31. Janu­ar 2023, um ihre Grund­steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben. Doch die Frist­ver­län­ge­rung behebt nicht die Schwie­rig­kei­ten, die vie­le mit den For­mu­la­ren und der Sys­te­ma­tik der Erfas­sung haben.

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Eigent­lich hät­te die Grund­steu­er­erklä­rung bis zum 31. Okto­ber die­ses Jah­res abge­ge­ben wer­den müs­sen. Bis Anfang Okto­ber hat­ten dies aber nicht mal ein Drit­tel der Eigen­tü­mer getan. Das lag nicht dar­an, dass die rest­li­chen Eigen­tü­mer so faul sind, son­dern weil die Erfas­sungs­sys­te­ma­tik und die For­mu­la­re im Els­ter-Pro­gramm „nicht im Gerings­ten durch­dacht“ sind, sag­te Steu­er­be­ra­ter Oli­ver Hagen im Spie­gel-Inter­view. Aller­dings gibt die Frist­ver­län­ge­rung den Eigen­tü­mern jetzt wenigs­tens die Zeit, Infor­ma­tio­nen von ande­ren Ämtern, auf die sie war­ten, noch recht­zei­tig zu erhalten.

Ein­spruch einlegen

Eini­ge Punk­te in der Grund­steu­er­erklä­rung sind unge­nau gere­gelt, stellt Hagen fest. Was bei­spiels­wei­se gilt als Kern­sa­nie­rung? Auch Wohn- und Nutz­flä­che sind nicht genau defi­niert. Des­halb rät Hagen, gleich nach Erhalt des Grund­steu­er­wert­be­schei­des, der 2024 die Eigen­tü­mer errei­chen soll, Ein­spruch ein­zu­le­gen. Dafür bleibt ein Monat Zeit.

Denn Hagen geht davon aus, dass der Grund­steu­er­wert in vie­len Fäl­len zu hoch berech­net sein wird. Ein Ein­spruch stoppt den Frist­ab­lauf und gibt Eigen­tü­mern die Zeit und die Mög­lich­keit, den Grund­steu­er­wert­be­scheid genau zu prü­fen. Der Ein­spruch kann auch ohne Scha­den wie­der zurück­ge­zo­gen wer­den. Las­sen Sie sich hier­bei am bes­ten vom einem Exper­ten beraten.

Ver­stoß gegen den Gleichheitsgrundsatz?

Die alte Grund­steu­er wur­de kas­siert, weil sie laut des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gegen den Gleich­heits­grund­satz ver­sto­ße. Hagen sieht dies eben­falls bei der Berech­nung der neu­en Grund­steu­er gege­ben und rech­net damit, dass sie die Gerich­te noch lan­ge beschäf­ti­gen wird.

Einen Steu­er­ex­per­ten fragen

Wenn Sie sich beim Aus­fül­len der Els­ter-For­mu­la­re unsi­cher sind, soll­ten Sie sich an einen Steu­er­be­ra­ter wen­den. Je nach Regi­on kann es in Deutsch­land schwie­rig sein, einen zu fin­den. In Ber­lin bei­spiels­wei­se sind vie­le Steu­er­be­ra­ter so über­las­tet, dass sie kei­ne neu­en Man­dan­ten auf­neh­men. Die Suche nach einem Steu­er­be­ra­ter kann also etwas län­ger dauern.

Grund­steu­er­erklä­rung geht nur elektronisch

Da es für die Finanz­äm­ter dar­um geht, die Daten zur Immo­bi­lie zu digi­ta­li­sie­ren, muss die Abga­be der Grund­steu­er­erklä­rung grund­sätz­lich elek­tro­nisch erfol­gen. Nur in bestimm­ten Aus­nah­me­fäl­len ist eine Abga­be auf Papier mög­lich. Für die elek­tro­ni­sche Daten­über­mitt­lung ist ein Benut­zer­kon­to bei ELSTER (Elektro­ni­sche Steuer erklä­rung) not­wen­dig. Wenn Sie noch kein Kon­to haben, soll­ten Sie sich so schnell wie mög­lich regis­trie­ren, denn das Pass­wort erhal­ten Sie per Post – und das kann ein paar Wochen dauern.

Sind Sie unsi­cher, was für die Berech­nung der Grund­steu­er wich­tig ist? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gern.

 

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

Foto: © Francescoscatena/Depositphotos.com