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Lohnt sich alters­ge­rech­ter Umbau?

Vie­le, die sich ein Haus gekauft haben, hat­ten sich dabei vor­ge­stellt, bis im hohen Alter dar­in zu woh­nen. Im Alter stel­len sich dann jedoch stei­le Trep­pen und feh­len­de Hal­te­grif­fe in Dusche oder Bade­wan­ne als Schwie­rig­kei­ten her­aus. Fast jede Immo­bi­lie lässt sich mit Umbau­ten bar­rie­re­frei und alters­ge­recht her­rich­ten. Doch lohnt sich das?

Im Ruhe­stand stel­len vie­le Men­schen fest, dass ihre Immo­bi­lie ihnen doch zu groß gewor­den ist. Seit­dem die Kin­der aus dem Haus sind, wer­den die Zim­mer im ers­ten Stock allen­falls gele­gent­lich als Gäs­te­zim­mer genutzt. Auch die Pfle­ge des Gar­tens fällt immer schwe­rer. Dann fra­gen sich vie­le Men­schen, ob ihr Haus eigent­lich noch das rich­ti­ge für sie ist. Gleich­zei­tig fällt es ihnen aber auch schwer, sich davon zu tren­nen. Denn vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen sind damit ver­bun­den. Die eige­nen Kin­der sind hier auf­ge­wach­sen und haben im Gar­ten Ver­ste­cken gespielt. In den alten Kin­der­zim­mern ste­hen immer noch die Spiel­sa­chen im Regal. Wer kann sich schon davon tren­nen? Auf der ande­ren Sei­te aber: Wie lässt sich ein sol­ches Haus noch bewoh­nen und pfle­gen, wenn die eige­nen Kräf­te nachlassen?

Wel­che Umbau­mög­lich­kei­ten gibt es?

Ein bar­rie­re­frei­er Umbau kann hier in sehr vie­len Fäl­len Abhil­fe schaf­fen. Dafür ste­hen Ihnen unter ande­rem fol­gen­de Maß­nah­men zur Ver­fü­gung: Haus- und Woh­nungs­tü­ren las­sen sich ver­brei­tern, wenn irgend­wann ein Roll­stuhl nötig sein soll­te. Für die­sen Fall las­sen sich auch Schwel­len abbau­en, Stu­fen besei­ti­gen und Ram­pen anle­gen. Oft fällt auch der Gang in die Dusche schwer, weil sie höher liegt. Die­se lässt sich auch auf Boden­ni­veau absen­ken. Für bes­se­ren Halt kön­nen Stütz- und Hal­te­sys­te­me in Dusche und Bade­wan­ne instal­liert und rutsch­fes­te Böden ein­ge­baut wer­den. Das Pro­blem der Trep­pen lässt sich mit einem Trep­pen­lift lösen.

Gut pla­nen und Kos­ten im Blick behalten

Drei Din­ge sind beim bar­rie­re­frei­en Umbau jedoch zu beach­ten: Begin­nen Sie ers­tens früh­zei­tig mit der Pla­nung, am bes­ten, solan­ge Sie als Eigen­tü­mer selbst noch fit und gesund sind. Über­le­gen Sie sich zwei­tens, wel­che Umbau­maß­nah­men wirk­lich nötig und sinn­voll sind. Suchen Sie sich gege­be­nen­falls Rat bei einem Exper­ten. Und Exper­ten soll­te drit­tens auch die Durch­füh­rung der Umbau­ten über­las­sen werden.

Beden­ken Sie jedoch eins: Ein bar­rie­re­frei­er Umbau hat natür­lich auch eine Kehr­sei­te. In der Regel ist er nicht gera­de güns­tig. Vie­le Eigen­tü­mer müs­sen dafür Rück­la­gen ver­wen­den. Außer­dem bedeu­tet der alters­ge­rech­te Umbau nicht unbe­dingt eine Wert­stei­ge­rung Ihrer Immo­bi­lie. Unter Umstän­den woh­nen Eigen­tü­mer wäh­rend der Umbau­pha­se wochen­lang auf einer Baustelle.

Die Alter­na­ti­ve: Umzug in eine alters­ge­rech­te Wohnung

Stellt sich her­aus, dass sich ein alters­ge­rech­ter Umbau nicht lohnt oder nicht mög­lich ist, ist viel­leicht ein Umzug in eine alters­ge­rech­te Woh­nung die bes­te Lösung. Der Haus­ver­kauf kann durch­aus genug Geld brin­gen für eine alters­ge­rech­te Eigen­tums­woh­nung und etwas übrig las­sen für Rei­sen oder was Sie sich sonst schon lan­ge gön­nen woll­ten. Bevor Sie den Umbau begin­nen, las­sen Sie sich in jedem Fall von einem Exper­ten bera­ten, was in Ihrer Situa­ti­on sinn­voll ist.

Möch­ten Sie wis­sen, ob sich ein alters­ge­rech­ter Umbau Ihrer Immo­bi­lie lohnt? Kon­tak­tie­ren Sie uns. Wir bera­ten Sie gern.

 

 

https://de.statista.com/themen/172/senioren/

https://de.wikipedia.org/wiki/Betreutes_Wohnen

https://www.barrierefreie-immobilie.de/kosten-und-foerderung/foerderung/

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

 

foto: Hugo­Wai­te / Pixabay