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Mehr Har­mo­nie Zuhau­se mit Feng Shui

In der Woh­nungs­ge­stal­tung fällt der Begriff Feng Shui immer öfter — Nach fern­öst­li­chen Prin­zi­pi­en der Ein­rich­tung, soll mehr Har­mo­nie ins Haus gebracht und der Ener­gie­fluss akti­viert wer­den. Das wie­der­um soll zu mehr Wohl­be­fin­den und einer bes­se­ren Lebens­qua­li­tät Zuhau­se füh­ren. Doch wie funk­tio­niert Feng Shui genau? Im Inter­view hat uns Mar­ga­re­te Gold, Vor­sit­zen­de vom Berufs­ver­band für Feng Shui, die aus Chi­na stam­men­de Prak­tik näher erläutert. 

 

Frau Gold, nach wel­chen Prin­zi­pi­en funk­tio­niert Feng Shui?

 

Mar­ga­re­te Gold: Es gibt drei grund­le­gen­de Prin­zi­pi­en, auf die es im Feng Shui ankommt:

 

  1. Der Chi Fluss — die unsicht­ba­re Lebensenergie

 

  1. Die fünf Ele­men­te: Holz, Feu­er, Erde, Metall und Wasser

 

  1. Die Yin und Yang Themen

 

Im Grun­de geht es im Feng Shui dar­um, den Chi-Fluss zu akti­vie­ren und dafür zu sor­gen, dass er nicht gestört oder gehin­dert wird. Je mehr Lebens­en­er­gie sich näm­lich in den Wohn­räu­men befin­det, des­to ange­neh­mer lässt es sich dar­in wohnen.

 

Lässt sich mit Feng Shui etwas gegen Schlaf­pro­ble­me machen?

 

Das Schlaf­zim­mer ist ein Ort zum Erho­len, daher ist es nach der Feng Shui Leh­re auch wich­tig, dass im Schlaf­raum das „Yin“ Ele­ment über­wiegt. Yin steht für Ruhe, wei­che Mate­ria­li­en und sanf­te Far­ben. Im bud­dhis­ti­schen wird es auch als die weib­li­che Sei­te bezeich­net, wäh­rend Yang für das Männ­li­che steht. Wenn man das bei­spiels­wei­se am Fuß­bo­den ver­an­schau­li­chen möch­te, kann man sagen, dass har­te und glän­zen­de Böden mehr den Yang Anteil beinhal­ten, wäh­rend in Tep­pich-Böden oder mat­ten Fuß­bö­den der Yin Anteil über­wiegt. Auch die Aus­rich­tung des Bet­tes spielt eine wich­ti­ge Rol­le. Man soll­te das Bett immer mit dem Blick zur Tür plat­zie­ren und mit dem Rücken zu einer Wand. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit.

 

Wie kann man nega­ti­ve Ener­gien los­wer­den, wenn man in ein neu­es Haus zieht?

 

Ein wich­ti­ger Bestand­teil des Feng Shui ist die ener­ge­ti­sche Haus­rei­ni­gung. Im Feng Shui wird ein Gebäu­de als Ener­gie­trä­ger betrach­tet, der unter­schied­li­che Ener­gie­fel­der in sich ver­eint. Sol­che Ener­gien wer­den bei­spiels­wei­se durch Gedan­ken und Wor­te erzeugt. Auch Gegen­stän­de und Möbel­stü­cke sind Ener­gie­trä­ger. So kann es dazu kom­men, dass sich in den Räu­men einer Woh­nung alte und abge­stan­de­ne Ener­gie befin­den, die sich nega­tiv auf die Stim­mung der Bewoh­ner aus­wir­ken kön­nen. Eine ener­ge­ti­sche Haus­rei­ni­gung soll für fri­schen Schwung sor­gen und Platz für neue Ener­gien schaf­fen. Am bes­ten geeig­net sind dafür Zeit­punk­te, die einen Neu­start erfor­dern, wie bei­spiels­wei­se nach einem Umzug, einer Ent­rüm­pe­lung oder nach einer Schei­dung oder Trennung.

 

Haben Sie einen ein­fa­chen Haus­halts­tipp, den man auch selbst Zuhau­se anwen­den kann?

 

Es gibt vie­le Metho­den und die­se vari­ie­ren nach den eige­nen Vor­lie­ben. Für jeman­den der es ger­ne kusche­lig und warm mag, emp­feh­len sich Räu­cher­stäb­chen oder Weih­rauch. Wenn Sie den Geruch von Weih­rauch oder Rau­cher­stäb­chen eher unan­ge­nehm fin­den, kön­nen Sie auch eine Scha­le mit Salz­was­ser oder eini­gen Trop­fen äthe­ri­scher Öle wie Laven­del in Ihrer Woh­nung plat­zie­ren. Wich­tig ist es, vor jeder ener­ge­ti­schen Rei­ni­gung die Woh­nung gründ­lich auf­zu­räu­men und von Alt­las­ten zu befrei­en. Zur ener­ge­ti­schen Boden­rei­ni­gung eig­net sich auch Salz­was­ser. Dazu gibt man ein­fach eini­ge Löf­fel unbe­han­del­tes Meer­salz in das Wischwasser.

 

Soll­te man auch bei Möbeln etwas beachten? 

 

Ganz dunk­le Möbel sind im Kin­der­zim­mer bei­spiels­wei­se eher unan­ge­bracht, genau­so wie schwe­re Schrän­ke.  Da eig­nen sich eher hel­le Möbel. Außer­dem ist es nicht emp­feh­lens­wert Möbel so zu plat­zie­ren, dass sie den Ener­gie­fluss nega­tiv beein­flus­sen oder beim Lau­fen im Weg ste­hen. Es ist daher immer gut, genü­gend Frei­raum zu haben. Die Anord­nung der Möbel ist wich­tig, damit eine har­mo­ni­sche Atmo­sphä­re ent­ste­hen kann. Aber um das ganz genau zu sagen, bräuch­te man einen Grundriss.

 

Was kann man in der Ein­rich­tung falsch machen? 

 

Ent­schei­dend ist, dass Sie nichts in Ihre Woh­nung oder Ihr Haus hän­gen oder stel­len, was Ihnen nicht auch per­sön­lich gefällt, selbst wenn das geschenkt ist. Wenn Sie also ein Bild nicht mögen, soll­ten Sie es auch nicht auf­hän­gen. Auch einen Spie­gel im Schlaf­zim­mer hal­te ich nicht für opti­mal. Da Ihre Ener­gie durch den Spie­gel qua­si ver­dop­pelt wird und man im Schlaf­zim­mer aber run­ter­kom­men und ent­span­nen soll.