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Mehr Haus­käu­fe dank Baukindergeld

Ob das Bau­kin­der­geld wirk­lich etwas bringt? Vor der Ein­füh­rung der Kauf­för­de­rung für jun­ge Fami­li­en waren vie­le Kri­ti­ker skep­tisch. Doch die neus­ten Zah­len spre­chen für sich. Im Jahr 2018 wur­den 248.500 Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser gekauft. Das sind 2,1 Pro­zent mehr als im Vor­jahr und damit ein neu­er Rekord. 

Die Zah­len stam­men von einer Ana­ly­se des Ham­bur­ger Insti­tuts für Stadt‑, Regio­nal- und Wohn­for­schung (Gewos). Das Insti­tut unter­such­te außer­dem auch, in wel­chen Regio­nen beson­ders vie­le Häu­ser gekauft wur­den. Hier­bei zeig­te sich deut­lich: Vor allem das Umland gro­ßer Städ­te ist bei Käu­fern beliebt. So stie­gen die Ver­käu­fe im Kreis Pin­ne­berg bei Ham­burg mit 23,6 Pro­zent fast um ein Vier­tel. Auch in Ham­burg selbst wur­den im letz­ten Jahr mehr Häu­ser gekauft.

Damit ist die Han­se­stadt unter den Metro­po­len jedoch eine Aus­nah­me. Denn hier macht sich die Wohn­raum­knapp­heit bereits bemerk­bar. Die Märk­te sind schein­bar leer­ge­fegt. In den meis­ten ande­ren Metro­po­len hin­ge­gen gin­gen die Ver­kaufs­zah­len leicht zurück. Glei­ches gilt auch für die Ver­kaufs­zah­len von Eigen­tums­woh­nun­gen. Hier gin­gen die Ver­käu­fe um 0,8 Pro­zent zurück. Die Deut­schen wol­len also schein­bar immer häu­fi­ger ein eige­nes Haus im Speck­gür­tel anstatt einer Woh­nung in der Stadt.

Auch die Ver­kaufs­prei­se stie­gen an. Im Schnitt kos­te­te ein Eigen­heim im letz­ten Jahr 267.000 Euro. Das sind 7,5 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Kein Wun­der also, dass der Gesamt­um­satz, der mit Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern gemacht wur­de auf 66,3 Mil­li­ar­den Euro – und damit um fast zehn Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr – stieg.

Lei­der gehen die hohen Ver­kaufs­zah­len nicht so sehr auf vie­le Neu­bau­ten zurück als auf Bestands­im­mo­bi­li­en, die den Besit­zer wech­sel­ten. Wenn die Nach­fra­ge in den kom­men­den Jah­ren ähn­lich hoch bleibt – wovon zum aktu­el­len Zeit­punkt aus­zu­ge­hen ist – dann könn­te der Wohn­raum also bald auch in den Speck­gür­teln der Metro­po­len knapp werden.

Woher weiß man, dass auch das Bau­kin­der­geld ein Grund für die stei­gen­den Ver­kaufs­zah­len ist?

Nun stellt sich natür­lich noch die Fra­ge, ob das Bau­kin­der­geld tat­säch­lich mit­ver­ant­wort­lich für den Anstieg der Ver­kaufs­zah­len ist. Exper­ten von der Gewos gehen zumin­dest davon aus. Denn die Ver­kaufs­zah­len schos­sen vor allem in der zwei­ten Jah­res­hälf­te, in der die För­de­rung ver­ab­schie­det wur­de, in die Höhe. Auch von Sei­ten der Ban­ken wird eine gro­ße Nach­fra­ge nach dem Bau­kin­der­geld gemeldet.

Es bleibt also span­nend, wie sich die Ver­kaufs­zah­len in den nächs­ten Jah­ren ent­wi­ckeln. Denn die För­de­rung, bei der Fami­li­en mit Kin­dern beim Bau oder Kauf einer Immo­bi­lie über einen Zeit­raum von zehn Jah­ren ins­ge­samt 12.000 Euro pro Kind erhal­ten, bleibt noch bis Ende 2020 bestehen.

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Foto: tom­wang / Depositphotos.com