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Mythos oder Wahr­heit – was ein Mak­ler kann und darf (Teil 1)

Vor­be­hal­te gegen­über Immo­bi­li­en­mak­lern gibt es vie­le und oft hal­ten sie sich hart­nä­ckig. Dabei geht es meist dar­um, was ein Mak­ler (nicht) darf und wozu er in der Lage ist. Doch was ist eigent­lich dran an die­sen Mythen? Wir klä­ren auf. Mythos 1: Rechts­be­ra­tung durch den Mak­ler Mak­ler sind fach­lich nicht in der Lage, eine Rechtsberatung…

Vor­be­hal­te gegen­über Immo­bi­li­en­mak­lern gibt es vie­le und oft hal­ten sie sich hart­nä­ckig. Dabei geht es meist dar­um, was ein Mak­ler (nicht) darf und wozu er in der Lage ist. Doch was ist eigent­lich dran an die­sen Mythen? Wir klä­ren auf. 

Mythos 1: Rechts­be­ra­tung durch den Makler

Mak­ler sind fach­lich nicht in der Lage, eine Rechts­be­ra­tung zum Ver­kaufs- und Kauf­ver­trag zu bie­ten und dür­fen das auch gar nicht. Das dür­fen nur Rechtsanwälte.

Die­ser Mythos ent­spricht teil­wei­se der Wahrheit.

Nur Per­so­nen, denen es erlaubt ist, außer­ge­richt­li­che Rechts­dienst­leis­tun­gen zu erbrin­gen, dür­fen ein­fa­che juris­ti­sche Sach­ver­hal­te prü­fen. Ein Immo­bi­li­en­mak­ler hat die­se Erlaub­nis nicht. Es sei denn, er geriert sich als Fach­mann. Das geht aus dem Urteil des Bun­des­ge­richts­ho­fes (BGH I ZR 152/17) vom 12.07.2018 her­vor. Dem­nach bestehe vor allem dann eine gestei­ger­te Pflicht zur Auf­klä­rung und Bera­tung, wenn der Kun­de wegen die­sem ein risi­ko­be­haf­te­tes Vor­ge­hen ein­geht oder zu einem unvor­teil­haf­ten und über­eil­ten Ver­trags­ab­schluss bewegt wird.

Beim Immo­bi­li­en­ver­kauf lau­ern vie­le Tücken, die den Erfolg schmälern.

Gehen Sie den Ver­kauf pro­fes­sio­nell an. Wir hel­fen Ihnen dabei. Kon­tak­tie­ren Sie uns.

 

Mythos 2: Mak­ler und tech­ni­sche Schadensbegutachtung

Mak­ler kön­nen, da sie kei­ne Sach­ver­stän­di­gen für Schad­stof­fe im Gebäu­de oder für Schä­den an der Immo­bi­lie sind, auch kei­ne tech­ni­sche Ein­schät­zung abgeben.

Die­ser Mythos ent­spricht der Wahrheit.

Möch­ten Eigen­tü­mer ihre Immo­bi­lie auf Schä­den und Schad­stof­fe unter­su­chen las­sen, soll­te für die­sen Zweck ein Exper­te beauf­tragt wer­den. Soll das Haus oder die Woh­nung aller­dings auch noch ver­kauft wer­den, ist es rat­sam, neben dem Sach­ver­stän­di­gen noch einen Mak­ler zu enga­gie­ren. Denn umge­kehrt kön­nen Sach­ver­stän­di­ge kei­ne Immo­bi­lie ver­mark­ten. Wer aller­dings einen geeig­ne­ten Exper­ten sucht, kommt durch das Netz­werk des Mak­lers oft ganz ein­fach an einen regio­na­len Experten.

Mythos 3: Mak­ler­be­güns­ti­gungs­klau­seln in Kaufverträgen

Mak­ler­an­sprü­che zur Pro­vi­si­ons­voll­stre­ckung tau­chen oft uner­laub­ter­wei­se in Kauf­ver­trä­gen auf und müs­sen dann auf­wen­dig wie­der ent­fernt werden. 

Die­ser Mythos ent­spricht nicht der Wahrheit.

Nur wenn Käu­fer und Ver­käu­fer ein­stim­mig eine Bestä­ti­gung der ver­ein­bar­ten Pro­vi­si­on in den Ver­trag mit auf­neh­men möch­ten, lan­det dazu die ent­spre­chen­de Klau­sel im Ver­trag. Ansons­ten neh­men bei­de Par­tei­en nur die für den Ver­trag übli­chen Ver­ein­ba­run­gen in das Rechts­do­ku­ment auf. Es gibt aller­dings eine Aus­nah­me: Der Mak­ler erhält dann einen eige­nen Anspruch, wenn ein Vor­kaufs­recht bevor­steht. Zu dem darf der Notar nur nach dem Wil­len der Ver­trags­part­ner handeln.

Haben Sie Fra­gen zum Kauf oder Ver­kauf einer Immo­bi­lie? Oder wün­schen Sie eine Bera­tung? Dann kon­tak­tie­ren Sie uns. Wir unter­stüt­zen Sie gern.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

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