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Schei­dungs­im­mo­bi­lie: Das Grund­buch verstehen

Der Eigen­tü­mer einer Immo­bi­lie muss im Grund­buch ein­ge­tra­gen sein. Lässt sich ein Paar schei­den, dem eine gemein­sa­me Immo­bi­lie gehört, kommt es dar­auf an, wer im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen ist. Um die Fol­gen, die sich dar­aus erge­ben, zu ver­ste­hen, ist es wich­tig zu wis­sen, was im Grund­buch steht und wie es auf­ge­baut ist. Immer wieder…

Der Eigen­tü­mer einer Immo­bi­lie muss im Grund­buch ein­ge­tra­gen sein. Lässt sich ein Paar schei­den, dem eine gemein­sa­me Immo­bi­lie gehört, kommt es dar­auf an, wer im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen ist. Um die Fol­gen, die sich dar­aus erge­ben, zu ver­ste­hen, ist es wich­tig zu wis­sen, was im Grund­buch steht und wie es auf­ge­baut ist.

Immer wie­der kommt es vor, dass einer der Ehe­leu­te mehr von der Immo­bi­lie abzahlt als der ande­re, weil er mehr Ver­mö­gen in die Ehe mit­ge­bracht oder ein höhe­res Ein­kom­men hat. Im Schei­dungs­fall spielt das aber kei­ne Rol­le. Ent­schei­dend ist, wer mit wie viel Antei­len im Grund­buch steht.

Das Grund­buch ist der „Aus­weis“ der Immo­bi­lie. Bereits auf dem Deck­blatt, der soge­nann­ten Grund­buch­auf­schrift, fin­den sich die Anga­be des Grund­buch­be­zirks, die Num­mer des Blat­tes sowie häu­fig auch der Schlie­ßungs- und Umschrei­bungs­ver­merk. Im Bestands­ver­zeich­nis des Grund­buchs ste­hen die genaue Lage und die Grund­stücks­be­zeich­nung – also Gemar­kung, Flur­stück, Lage­be­zeich­nung und Grö­ße des Grund­stücks. Dar­über hin­aus ist das Grund­buch in drei Abtei­lun­gen unterteilt.

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Abtei­lung I

In Abtei­lung I sind die Eigen­tums­ver­hält­nis­se des Grund­stücks doku­men­tiert, also wer der Eigen­tü­mer des Grund­stücks ist. Das kön­nen ein oder meh­re­re Eigen­tü­mer sein. Gibt es meh­re­re Eigen­tü­mer, dann steht hier auch, wer wel­che Antei­le an der Immo­bi­lie besitzt. Bei Ehe­part­nern kön­nen das jeweils 50 Pro­zent sein. Es kom­men jedoch auch Auf­tei­lun­gen in zwei und ein Drit­tel oder ande­re Auf­tei­lun­gen vor. Gehört drei Erben eine Immo­bi­lie, besitzt meist einer jeweils ein Drittel.

Abtei­lung II

In Abtei­lung II fin­den sich die soge­nann­ten Las­ten und Beschrän­kun­gen des Grund­stücks. Dabei han­delt es sich um ein­ge­tra­ge­ne Wohn- und Nieß­brauch­rech­te sowie Nut­zungs­rech­te wie bei­spiels­wei­se ein Wege­recht. Dar­über hin­aus ist hier auch das Ver­sor­gungs- und Ent­sor­gungs­lei­tungs­recht ver­merkt. Die­ses regelt, dass Strom‑, Gas‑, Was­ser- und Abwas­ser­lei­tun­gen durch das Grund­stück füh­ren dürfen.

Abtei­lung III

Hypo­the­ken sowie Grund- und Ren­ten­schul­den wer­den in Abtei­lung III fest­ge­hal­ten. Hat eine Bank den Kauf der Immo­bi­lie finan­ziert, steht hier in der Regel eine Grund­schuld. Das ist der Betrag, den die Bank zur Absi­che­rung ihres Finan­zie­rungs­kre­dits ein­tra­gen lässt. Wur­de der Kre­dit abge­zahlt, wird die Grund­schuld gelöscht.

Ver­mer­ke, die nicht mehr gül­tig sind, wer­den ent­we­der unter­stri­chen oder durch­ge­stri­chen. Die­se wer­den durch die ent­spre­chen­den Löschungs- und Ver­än­de­rungs­spal­ten ergänzt. Da die Ein­trä­ge immer les­bar blei­ben müs­sen, wer­den kei­ne Ein­trä­ge entfernt.

Sind Sie unsi­cher, was ein­zel­ne Ver­mer­ke im Grund­buch bedeu­ten oder was die bes­te Lösung für Ihre Schei­dungs­im­mo­bi­lie ist? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gern.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

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