Kategorien
Aktuelles Content XL

Schei­dungs­im­mo­bi­lie: wenn einer drin woh­nen bleibt

Eine glück­li­che Ehe und ein eige­nes Haus sind für vie­le die Erfül­lung ihrer Lebens­zie­le. Doch was pas­siert mit der Immo­bi­lie, wenn das Ehe­glück vor­bei ist? Wer bekommt das Wohn­recht? Und wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, mit der Immo­bi­lie umzu­ge­hen? Grund­sätz­lich dür­fen nach der Tren­nung bei­de Ex-Part­ner für einen bestimm­ten Zeit­raum in der gemein­sam genutz­ten Immo­bi­lie wohnen.…

Eine glück­li­che Ehe und ein eige­nes Haus sind für vie­le die Erfül­lung ihrer Lebens­zie­le. Doch was pas­siert mit der Immo­bi­lie, wenn das Ehe­glück vor­bei ist? Wer bekommt das Wohn­recht? Und wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, mit der Immo­bi­lie umzugehen? 

Ehe aus, Hausverkauf?

Nicht unbe­dingt. Wir hel­fen Ihnen, die bes­te Lösung im Umgang mit Ihrer Schei­dungs­im­mo­bi­lie zu fin­den. Kon­tak­tie­ren Sie uns!

 

Grund­sätz­lich dür­fen nach der Tren­nung bei­de Ex-Part­ner für einen bestimm­ten Zeit­raum in der gemein­sam genutz­ten Immo­bi­lie woh­nen. Geht die Nut­zung über die Schei­dung hin­aus, hat auch der Ein­trag im Grund­buch eine Aus­wir­kung auf das spä­te­re Wohn­recht. Doch zu jeder Regel gibt es eine Aus­nah­me. Unter Umstän­den kann auch dem Ex-Part­ner, dem die Immo­bi­lie nicht gehört, ein Wohn­recht vom Fami­li­en­ge­richt zuge­spro­chen wer­den. Wann wer das Wohn­recht besitzt, hängt auch vom Zeit­punkt ab. Wäh­rend des Tren­nungs­jah­res und nach dem Voll­zug der Schei­dung gel­ten jeweils unter­schied­li­che Regelungen.

Vor dem Voll­zug der Scheidung

Auch wenn nur ein Ex-Part­ner als Eigen­tü­mer ver­merkt ist, darf kei­ner den ande­ren wäh­rend der gesam­ten Tren­nungs­zeit aus der Immo­bi­lie ver­wei­sen. Schließ­lich han­delt es sich in die­sem Zeit­raum noch um eine Ehe­woh­nung. Ist der Aus­zug des Ehe­gat­ten den­noch gewollt, die­ser aber nicht bereit umzu­zie­hen, kann ein Woh­nungs­zu­wei­sungs­ver­fah­ren bean­tragt wer­den. Ein Fami­li­en­rich­ter teilt die gemein­sa­me Immo­bi­lie einem der Ehe­gat­ten zu. Die­se Ent­schei­dung gilt nur bis zum Ende der Trennungszeit.

Wenn der Ex-Part­ner gewalt­tä­tig ist oder dem Kin­des­wohl schadet

Ist einer der Ex-Part­ner gewalt­tä­tig, kann auch ein Gewal­ten­schutz­ver­fah­ren geführt wer­den. Der Ex-Part­ner, der eine Gefahr für den ande­ren und das Wohl der gemein­sa­men Kin­der dar­stellt, wird der Immo­bi­lie ver­wie­sen. Zieht einer der Ehe­gat­ten wäh­rend der Tren­nungs­zeit aus, steht die­sem eine Nut­zungs­ent­schä­di­gung zu. Bis die Schei­dung rechts­kräf­tig ist, bezahlt der Ehe­gat­te, der die Immo­bi­lie nutzt, einen regel­mä­ßi­gen Betrag an den ande­ren Ehe­gat­ten. Das trifft in eini­gen Fäl­len auch nach einem Gewal­ten­schutz­ver­fah­ren zu. Die Höhe der Ent­schä­di­gung muss berech­net wer­den. Auch der orts­üb­li­che Miet­spie­gel beein­flusst die Höhe der Zahlung.

Nach der Scheidung 

Nach der Tren­nung kann einer der Ex-Part­ner dem ande­ren sei­nen Immo­bi­li­en­an­teil ver­kau­fen. Dafür ist im Vor­feld eine pro­fes­sio­nel­le Wert­ermitt­lung not­wen­dig, damit der Anteil gerecht aus­ge­zahlt wer­den kann. Ist nur ein Ex-Part­ner der Eigen­tü­mer und möch­te aus­zie­hen, ist eine Ver­mie­tung an die ande­re Par­tei mög­lich. Möch­te der Allein­ei­gen­tü­mer in der Immo­bi­lie ver­blei­ben, ist das nur mög­lich, wenn dem Ex-Part­ner bei einem Umzug kei­ne unbil­li­ge Här­te droht. Die­se kann unter ande­rem bei eini­gen schwe­ren Erkran­kun­gen bevorstehen.

Wenn die Immo­bi­lie noch nicht abge­zahlt ist

Muss die Immo­bi­lie wei­ter­hin abge­zahlt wer­den, ist es wich­tig zu prü­fen, ob der ver­blei­ben­de Ex-Part­ner die monat­li­chen Raten beglei­chen kann. Dafür soll­ten sich Eigen­tü­mer mit dem Dar­le­hens­part­ner zusam­men­set­zen. Kann die Zah­lung allein nicht fort­ge­führt wer­den, ist der Ver­kauf der Immo­bi­lie oft die bes­se­re Lösung. Und egal wie man sich ent­schei­det, den Ent­schluss soll­ten Eigen­tü­mer gemein­sam fäl­len. Wir kön­nen Sie mit unse­rer Erfah­rung und Markt­kennt­nis gut unterstützen.

Sie befin­den sich in der Tren­nungs­zeit oder sind bereits geschie­den und wis­sen nicht, wie Sie mit Ihrer Immo­bi­lie umge­hen sol­len? Dann kon­tak­tie­ren Sie uns. Wir unter­stüt­zen Sie gerne.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit gemeint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

Foto: © costasz/Depositphotos.com