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Schick­sals­wahl für die Immobilienwirtschaft

Die Bun­des­tags­wahl steht vor der Tür. Für die Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es ange­sichts der ange­spann­ten Immo­bi­li­en­märk­te um die rich­ti­ge Signal­wir­kung. Ent­ge­gen manch einer Ana­ly­se sind die Immo­bi­li­en­prei­se wei­ter gestie­gen, Wohn­raum bleibt in den Städ­ten knapp. Was also ist das rich­ti­ge Kon­zept? Was wol­len die ein­zel­nen Par­tei­en in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung tun? Wir haben Ihnen die wich­tigs­ten Aspek­te zusammengefasst.

Die Bun­des­tags­wahl steht vor der Tür. Für die Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es ange­sichts der ange­spann­ten Immo­bi­li­en­märk­te um die rich­ti­ge Signal­wir­kung. Ent­ge­gen manch einer Ana­ly­se sind die Immo­bi­li­en­prei­se wei­ter gestie­gen, Wohn­raum bleibt in den Städ­ten knapp. Was also ist das rich­ti­ge Kon­zept? Was wol­len die ein­zel­nen Par­tei­en in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung tun? Wir haben Ihnen die wich­tigs­ten Aspek­te zusammengefasst.

Wenn am 24. Sep­tem­ber 2017 gewählt wird, ent­schei­den Sie mir Ihrer Stim­me auch dar­über, wie Poli­ti­ker in den kom­men­den Jah­ren Ein­fluss auf die Immo­bi­li­en­wirt­schaft neh­men. Für vie­le Mie­ter und Eigen­tü­mer ist dies eine „Schick­sals­wahl“. Denn die Kon­zep­te der Par­tei­en sind höchst verschieden.

Bezahl­ba­rer Wohnraum

Jede Par­tei for­dert bezahl­ba­ren Wohn­raum, egal ob es sich um Wohn­raum zur Mie­te oder zum Kauf han­delt. Wie das gesche­hen soll, ist aller­dings höchst gegen­sätz­lich. Die FDP for­dert: Die von SPD und CDU jüngst ein­ge­führ­te Miet­preis­brem­se soll wie­der abge­schafft wer­den. Sie habe weder die Mie­ten sin­ken las­sen, noch sei damit auch nur eine Woh­nung mehr geschaf­fen wor­den. Zudem sei­en Eigen­tü­mer, Inves­to­ren und auch Mie­ter ver­un­si­chert wor­den. Ver­mie­ter hät­ten durch die neue Rege­lung, Miet­ver­trä­ge auf das zuläs­si­ge Niveau nach oben ange­passt, obwohl die Mie­te vor­her über Jah­re unan­ge­tas­tet blieb. SPD, Grü­ne und Lin­ke wol­len ihren Wahl­pro­gram­men nach die Miet­preis­brem­se sogar ver­schär­fen. Die Bun­des­kanz­le­rin hat  sich  Medi­en­be­rich­ten zufol­ge inzwi­schen von der Miet­preis­brem­se distanziert.

Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung

CDU und FDP möch­ten mas­siv Wohn­ei­gen­tum för­dern. Dafür schlägt die CDU unter ande­rem Bau­kin­der­geld von jähr­lich 1200,- € vor und die FDP möch­te einen Zuschuss von bis zu 20 000,- € für den Kauf oder den Bau von Woh­nun­gen in Bal­lungs­räu­men. Sie ver­spre­chen sich davon, dass jeder Mie­ter, der eine Woh­nung kauft oder baut den Miet­markt ent­las­tet, weil dadurch die Nach­fra­ge sinkt. Ein wei­te­rer Plus­punkt sei die Alters­vor­sor­ge, die man mit Immo­bi­li­en­ei­gen­tum auf­bau­en kann. Auch die SPD plant in ihren Pro­gram­men Zuschüs­se zum Eigen­ka­pi­tal beim Erwerb einer Immo­bi­lie und möch­ten eben­so wie die CDU Fami­li­en för­dern. Wei­ter schla­gen FDP und CDU Frei­be­trä­ge bei der Grund­er­werb­steu­er vor.  Eine Absen­kung der Steu­er­last wür­de auch mitt­le­ren Ein­kom­mens­schich­ten den Kauf einer Immo­bi­li­en ermöglichen.

Bestel­ler­prin­zip für Kaufimmobilien

Die SPD möch­te das soge­nann­te „Bestel­ler­prin­zip“, das sie mit der Koali­ti­on für Miet­im­mo­bi­li­en ein­ge­führt hat, auch auf Kauf­im­mo­bi­li­en aus­wei­ten. Das sehen vor allem CDU und FDP als äußerst kri­tisch an. Ihrer Auf­fas­sung nach wür­de ein „Bestel­ler­prin­zip“ für Kauf­im­mo­bi­li­en, die Prei­se noch teu­rer machen, so dass sich am Ende sogar weni­ger Men­schen eine Immo­bi­lie leis­ten könn­ten. Die SPD argu­men­tiert, vor­der­grün­dig Käu­fer von Immo­bi­li­en ent­las­ten zu wol­len. Immo­bi­li­en­ex­per­ten zwei­feln das jedoch an, es wer­de zum Zeit­punkt ange­spann­ter Märk­te genau das Gegen­teil erreicht. Denn der Eigen­tü­mer einer Immo­bi­lie wer­de bei der Beauf­tra­gung eines Mak­lers, die zu zah­len­de Pro­vi­si­on mit dem Kauf­preis auf­rech­nen und damit intrans­pa­rent machen. Zudem führt der höhe­re Kauf­preis im Ergeb­nis auch zu einer höhe­ren Grund­er­werb­steu­er. Der­zeit sind bun­des­weit unter­schied­li­che Pro­vi­si­ons­mo­del­le bei Kauf­im­mo­bi­li­en ver­brei­tet, die sich his­to­risch ent­wi­ckelt haben und regio­nal höchst ver­schie­den sind. In gro­ßen Städ­ten wie Ham­burg, Mün­chen und Ber­lin ist jedoch die so genann­te Außen­pro­vi­si­on üblich. Genau in die­sen Metro­po­len sind die Miet­prei­se zuletzt aber beson­ders stark gestiegen.