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So geht alters­ge­rech­tes Woh­nen – Teil 1: Seniorenwohnung

Mit stei­gen­dem Alter ver­än­dern sich die Ansprü­che ans eige­ne Zuhau­se. Waren Ihnen mit 30 noch ein gro­ßer Gar­ten und genü­gend Kin­der­zim­mer wich­tig, freu­en Sie sich mit 70 ver­mut­lich eher dar­über, weni­ge Trep­pen stei­gen zu müs­sen und den Super­markt direkt um die Ecke zu haben. Doch was ist beim alters­ge­rech­ten Woh­nen noch zu beachten?

Mit stei­gen­dem Alter ver­än­dern sich die Ansprü­che ans eige­ne Zuhau­se. Waren Ihnen mit 30 noch ein gro­ßer Gar­ten und genü­gend Kin­der­zim­mer wich­tig, freu­en Sie sich mit 70 ver­mut­lich eher dar­über, weni­ge Trep­pen stei­gen zu müs­sen und den Super­markt direkt um die Ecke zu haben. Doch was ist beim alters­ge­rech­ten Woh­nen noch zu beachten? 

Die Kin­der sind aus dem Haus, die Pfle­ge des Gar­tens wird zuse­hends anstren­gen­der und beim Gedan­ken an den nächs­ten Fens­ter­putz graust es Ihnen schon jetzt – In einer sol­chen Situa­ti­on ent­schei­den sich vie­le Senio­ren, das Ein­fa­mi­li­en­haus gegen eine Senio­ren­woh­nung zu tau­schen. Mitt­ler­wei­le haben vie­le Bau­fir­men den ent­ste­hen­den Markt für sich erkannt und bie­ten spe­zi­ell für Senio­ren ange­pass­te Woh­nun­gen. Dabei ist nicht nur die rich­ti­ge Aus­stat­tung, son­dern auch die Umge­bung entscheidend.

Was den Schnitt die­ser Woh­nun­gen betrifft, so wur­de lan­ge Zeit sogar falsch gedacht. Denn nicht jeder Rent­ner ist bereits pfle­ge­dürf­tig. Zwar wün­schen sich vie­le Senio­ren in Ihrer neu­en Woh­nung weni­ger Räu­me und vor allem nur eine Eta­ge. Das heißt jedoch nicht, dass die vor­han­de­nen Zim­mer klein und eng sein soll­ten. Genü­gend Platz und Frei­raum ist auch im Alter noch wichtig.

Trotz­dem soll­ten Sie, auch wenn Sie jetzt noch fit sind, bei der Wahl Ihres Alters­sit­zes an die Zukunft den­ken. Ein enger Flur und hohe Tür­schwel­len sind heu­te viel­leicht noch kein Pro­blem – in zehn Jah­ren kann das schon ganz anders aus­se­hen. Damit dann nicht noch ein Umzug nötig wird, ist es rat­sam schon früh­zei­tig auf Bar­rie­re­frei­heit zu set­zen. Das bedeu­tet zum Bei­spiel, dass alle Gän­ge weit genug sind, um mit einem Roll­stuhl durch­fah­ren zu wer­den und dass der Boden mög­lichst eben ist. Boden­glei­che Duschen soll­ten in einer Senio­ren­woh­nung eben­so Stan­dard sein wie brei­te Tür­rah­men, leicht zu öff­nen­de Fens­ter und eine Zen­tral­hei­zung mit Temperaturregulation.

Neben der Aus­stat­tung der Woh­nung ist außer­dem die Umge­bung nicht zu unter­schät­zen. Der abge­schie­de­ne Altersitz auf dem Land mag eine roman­ti­sche Vor­stel­lung sein. In der Rea­li­tät ist eine gute Infra­struk­tur jedoch ein Muss. Lebens­mit­tel­ge­schäf­te und Ärz­te soll­ten wenn mög­lich fuß­läu­fig erreich­bar sein und auch das nächs­te Kran­ken­haus darf nicht all­zu weit ent­fernt sein. Denn wenn ein Not­fall ein­tritt, dann zählt oft jede Minu­te. Muss der Kran­ken­wa­gen erst aus der nächst­grö­ße­ren Stadt anrü­cken, kann es im Fal­le eines Herz­in­farkts oder Schlag­an­falls bei der Ankunft schon zu spät sein. Wenn Sie allei­ne woh­nen, dann emp­fiehlt es sich außer­dem, einen Not­ruf­knopf in Ihrer Woh­nung ein­zu­bau­en, über den der Not­dienst schnell alar­miert wird.

Eine Senio­ren­woh­nung muss übri­gens nicht zwangs­läu­fig im Erd­ge­schoss lie­gen. Wenn Sie mit einem Auf­zug erreich­bar ist, reicht das voll­kom­men aus. Idea­ler­wei­se gibt es im Haus meh­re­re Fahr­stüh­le. Dann besteht kein Pro­blem, falls einer davon ein­mal aus­fällt. Soll­te es im Ein­gangs­be­reich trotz­dem ein paar Trep­pen­stu­fen geben, ist es wich­tig, dass es hier­für zusätz­lich noch eine Ram­pe gibt.

Wenn Sie sich für eine Woh­nung in einem Wohn­haus spe­zi­ell für Senio­ren ent­schei­den, wird auf all die­se Punk­te bereits geach­tet sein. So müs­sen Sie sich selbst nicht um einen bar­rie­re­frei­en Umbau küm­mern, son­dern kön­nen ent­spannt in die neue Immo­bi­lie zie­hen. Bei Senio­ren­woh­nun­gen lässt sich zwi­schen frei finan­zier­ten und staat­lich geför­der­ten Immo­bi­li­en unter­schei­den. Die staat­li­che För­de­rung setzt in eini­gen Bun­des­län­dern eine Alters- und Gehalts­gren­ze vor­aus. So soll gewähr­leis­tet wer­den, dass die Woh­nun­gen tat­säch­lich an Bedürf­ti­ge ver­ge­ben werden.

Wol­len Sie Ihre Immo­bi­lie ver­kau­fen und in eine senio­ren­ge­rech­te Woh­nung umzie­hen? Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne beim Start in den neu­en Lebensabschnitt. 

Foto: © Half­point