Kategorien
Aktuelles

So wäh­len Sie den pas­sen­den Käu­fer für Ihre Immo­bi­lie aus

Am Immo­bi­li­en­markt ist die Höl­le los. Wer ein Haus ver­kauft hat schnell eine Trau­be an Kauf­in­ter­es­sen­ten vor der Tür ste­hen und steht vor der Qual der Wahl. Wel­che Inter­es­sen­ten mei­nen es wirk­lich ernst und kön­nen sich Ihre Immo­bi­lie leis­ten? Wir zei­gen, wie Sie bei der Aus­wahl vorgehen. 

Schritt 1: Besich­ti­gungs­tou­ris­mus verhindern

Nicht jeder Inter­es­sent, der sich auf Ihr Ange­bot mel­det, ist auch wirk­lich an einem Kauf inter­es­siert. Um soge­nann­ten Besich­ti­gungs­tou­ris­mus zu ver­mei­den und nur Leu­te ins Haus ein­zu­la­den, die nach Betrach­ten des Expo­sés ernst­haft über einen Kauf nach­den­ken, ist es wich­tig, schon hier Kri­te­ri­en für eine Vor­auswahl zu haben. Voll­stän­di­ge Kon­takt­da­ten soll­ten daher ein Muss sein. Auch bie­tet es sich an, die Kauf­in­ter­es­sen­ten einen Fra­ge­bo­gen aus­fül­len zu las­sen, in dem Sie bereits ers­te Anga­ben zu ein­zie­hen­den Per­so­nen, Preis­vor­stel­lun­gen und Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten beant­wor­ten. Wer hier nur vage Anga­ben macht und am liebs­ten anonym blei­ben möch­te, ist höchst­wahr­schein­lich kein ernst­zu­neh­men­der Kauf­in­ter­es­sent. Auch mit Online Tools wie 360 Grad Besich­ti­gun­gen, bei denen die Inter­es­sen­ten ihre Kon­takt­da­ten hin­ter­le­gen müs­sen, lässt sich bereits eine Vor­auswahl treffen.

Schritt 2: Mit der Boni­täts­prü­fung aussieben

Wenn nach den Besich­ti­gun­gen meh­re­re Inter­es­sen­ten übrig­blei­ben, ist es ent­schei­dend zu wis­sen, ob die­se sich die Immo­bi­lie tat­säch­lich leis­ten kön­nen. Denn natür­lich ist das wich­tigs­te Kri­te­ri­um bei der Aus­wahl eines Käu­fers, dass er zah­lungs­fä­hig ist. Um die Boni­tät zu prü­fen haben Sie meh­re­re Mög­lich­kei­ten.  Zunächst ein­mal geben Wirt­schafts­aus­kunftei­en wie die Schufa Hol­ding AG Infor­ma­tio­nen über die Zah­lungs­fä­hig­keit und Ver­schul­dung einer Per­son. Als Pri­vat­ver­käu­fer ist es jedoch schwie­rig, an die­se Aus­künf­te her­an­zu­kom­men. Die Kauf­in­ter­es­sen­ten müs­sen Ihnen also eine Selbst­aus­kunft zukom­men las­sen. Wei­te­re Bei­spie­le für Wirt­schafts­aus­kunftei­en sind Bür­gel und Credit­re­form. Die­se geben außer­dem Aus­kunft über bereits bestehen­den Immo­bi­li­en­be­sitz und eine all­ge­mei­ne Beur­tei­lung der Finanz­la­ge. Neben den Daten, die Sie auf die­sem Wege erhal­ten bie­tet es sich außer­dem an, eine Aus­kunft über die Ver­mö­gens­wer­te Ihrer Inter­es­sen­ten zu ver­lan­gen. Dazu zäh­len Kon­to- und Depot­aus­zü­ge, aber auch Geschäfts­un­ter­la­gen. Das wich­tigs­te Kri­te­ri­um ist letzt­end­lich jedoch die Finan­zie­rungs­zu­sa­ge der Bank. Ach­ten sie dabei unbe­dingt dar­auf, dass der Kre­dit spe­zi­fisch für den Kauf Ihrer Immo­bi­lie bewil­ligt wur­de. So gehen Sie sicher, dass der Inter­es­sent damit nicht am Ende ein ande­res Objekt abzahlt.

Schritt 3: Kri­te­ri­en für die fina­le Auswahl

Am Ende kann es nun sein, dass noch immer zwei oder sogar mehr zah­lungs­fä­hi­ge Kauf­in­ter­es­sen­ten vor Ihnen ste­hen. Wie tref­fen Sie hier Ihre Ent­schei­dung? Die ein­fachs­te Vari­an­te ist wohl das „First-Come-First-Serve“-Prinzip: Wer als Ers­tes mit einem abge­si­cher­ten Kauf­an­ge­bot auf Sie zukommt, bekommt die Immo­bi­lie. Sie sind aller­dings nicht dar­an gebun­den, an den schnells­ten Bie­ter zu ver­kau­fen, son­dern völ­lig frei in Ihrer Aus­wahl. Einen Sym­pa­thie-Bonus kann Ihnen dem­entspre­chend genau­so wenig zur Last gelegt wer­den wie eine Ent­schei­dung per Los. Außer­dem kön­nen Sie Ihre Wahl davon abhän­gig machen, wie gut die neu­en Bewoh­ner in die Nach­bar­schaft pas­sen. Beim Ver­kauf einer Woh­nung im Mehr­fa­mi­li­en­haus ist es oft sogar üblich, dass die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft den Käu­fer vor­her abseg­nen muss. Vor­sich­tig soll­ten Sie jedoch bei zusätz­li­chen Zah­lun­gen sein. Zwar ist es legi­tim, an den Meist­bie­ten­den zu ver­kau­fen, aller­dings dür­fen Sie kei­ne Zusatz­zah­lun­gen ent­ge­gen­neh­men, die nicht im Kauf­ver­trag auf­ge­führt wer­den. Sonst gibt es schnell Pro­ble­me mit dem Finanzamt.

Sie brau­chen Hil­fe bei der Wahl eines pas­sen­den Käu­fers für Ihre Immo­bi­lie? Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne und über­neh­men die Boni­täts­prü­fung für Sie. 

Foto: © Deagreez