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Spe­ku­la­ti­ons­steu­er: Die Kos­ten­fal­le in der Scheidung

In Deutsch­land müs­sen pri­va­te Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer nur in sel­te­nen Fäl­len Steu­ern für den Ver­kauf Ihrer Immo­bi­lie zah­len. Beson­ders häu­fig trifft es Schei­dungs­paa­re, die Ihre Immo­bi­lie gera­de erst gemein­sam erwor­ben haben. Denn wer die frisch gekauf­te Immo­bi­lie nicht lan­ge genug bewohnt hat, muss mit­un­ter Spe­ku­la­ti­ons­steu­er zahlen. 

Was ist die Spekulationssteuer?

Die Spe­ku­la­ti­ons­steu­er wird auch Gewinn­steu­er genannt und rich­tet sich haupt­säch­lich an Inves­to­ren, die Immo­bi­li­en kau­fen und schnell gewinn­brin­gend wei­ter­ver­kau­fen. Ver­steu­ert wird grob gesagt die Dif­fe­renz zwi­schen dem gezahl­ten Kauf­preis und dem Preis, zu dem die Immo­bi­lie spä­ter wei­ter­ver­kauft wur­de. Für die Spe­ku­la­ti­ons­steu­er gilt eine Zehn­jah­res­frist. Wer die Immo­bi­lie also län­ger als zehn Jah­re besitzt, muss kei­ne Spe­ku­la­ti­ons­steu­er zah­len. Für selbst genutz­te Immo­bi­li­en gibt es eine Aus­nah­me­re­ge­lung. Eigen­tü­mer müs­sen in die­sem Fall nur im Jahr des Ver­kaufs und in den bei­den vor­ran­ge­gan­ge­nen Jah­ren in der Immo­bi­lie gelebt haben. Die Höhe der Spe­ku­la­ti­ons­steu­er rich­tet sich nach dem per­sön­li­chen Steu­er­satz des Verkäufers.

Ist der Ver­kaufs­preis am Ende nied­ri­ger als der Preis, zu dem die Immo­bi­lie ursprüng­lich erwor­ben wur­de, fällt selbst­ver­ständ­lich kei­ne Spe­ku­la­ti­ons­steu­er an.

Was müs­sen Schei­dungs­paa­re beach­ten, um kei­ne Spe­ku­la­ti­ons­steu­er zu zahlen?

Auf den ers­ten Blick könn­te man mei­nen, nur Schei­dungs­paa­re, die in den letz­ten drei Jah­ren nicht selbst in der frisch gekauf­ten Immo­bi­lie gelebt haben, sei­en von der Spe­ku­la­ti­ons­steu­er betrof­fen. Aller­dings kann für einen der bei­den Part­ner auch Spe­ku­la­ti­ons­steu­er fäl­lig wer­den, wenn er zwar ins­ge­samt mehr als drei Jah­re in der Immo­bi­lie gelebt hat, im Jahr vor dem Haus­ver­kauf jedoch aus­ge­zo­gen ist und somit die Bedin­gun­gen zur Steu­er­be­frei­ung nicht erfüllt.

Eben­so pro­ble­ma­tisch wird es unter Umstän­den dann, wenn ein Part­ner Allein­ei­gen­tü­mer der Immo­bi­lie ist und nach der Tren­nung aus der Immo­bi­lie aus­zieht. Denn hier gilt wie­der Sel­bi­ges: Lebt er im Jahr vor der Schei­dung nicht in der Immo­bi­lie, fällt Spe­ku­la­ti­ons­steu­er an. Das gilt selbst­ver­ständ­lich nur dann, wenn die Immo­bi­lie sich weni­ger als zehn Jah­re in sei­nem Besitz befun­den hat.

Für Paa­re, die noch nicht lan­ge genug in der Immo­bi­lie gelebt haben, bie­tet es sich also oft­mals an, mit dem Ver­kauf zu war­ten. Doch tobt der Rosen­krieg, ist es den meis­ten Paa­ren kaum mög­lich, wei­ter­hin unter einem Dach zu leben. Befin­det die Immo­bi­lie sich im Gemein­schafts­be­sitz und nur ein Part­ner zieht aus, muss am Ende auch nur die­ser Part­ner beim Ver­kauf Spe­ku­la­ti­ons­steu­er zahlen.

Wenn ein Part­ner bereits aus­ge­zo­gen ist, macht es für ihn daher oft Sinn, den Ver­kauf noch im sel­ben Jahr über die Büh­ne zu brin­gen, um die Spe­ku­la­ti­ons­steu­er zu spa­ren. Damit das rei­bungs­los klappt, muss der Ver­kauf gut vor­be­rei­tet wer­den. Mit einem Pro­fi-Mak­ler sind die Erfolgs­chan­cen hier am höchsten.

Um die opti­ma­le Lösung zu fin­den und so Steu­ern zu spa­ren, emp­fiehlt es sich, die­se The­ma­tik mit einem Steu­er­be­ra­ter zu besprechen.

Sie über­le­gen Ihre Schei­dungs­im­mo­bi­lie zu ver­kau­fen und brau­chen einen kom­pe­ten­ten Mak­ler? Kon­tak­tie­ren Sie uns jetzt. Wir bera­ten Sie gerne.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

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