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Haus ver­kau­fen, Haus ent­rüm­peln – mit Pro­fis geht bei­des leichter!

Zum Trau­ern um ihren Groß­va­ter ist Kat­ja noch gar nicht rich­tig gekom­men. Der Groß­va­ter hat ein Haus hin­ter­las­sen – und zahl­rei­che Erben. Schnell einig­te sich die Erben­ge­mein­schaft dar­auf, die Immo­bi­lie zu ver­kau­fen, um das Erbe bes­ser tei­len zu kön­nen. Zusam­men mit ihren Geschwis­tern Sina und Ralf erklär­te sich Kat­ja bereit, sich um die Auf­lö­sung des Haus­halts und den Ver­kauf zu küm­mern. Doch wie­viel Arbeit damit ver­bun­den war, wur­de ihr erst nach und nach klar. 

Für den Ver­kauf des Hau­ses haben sich die drei Geschwis­ter zum Glück gleich einen Pro­fi gesucht. Kat­ja dach­te erst, sie müss­te nur ein Inse­rat auf­ge­ben und war­ten, dass sich Inter­es­sen­ten mel­den. Aber Sina hat Jura stu­diert. Sie wuss­te, dass man als Ers­tes ein pro­fes­sio­nel­les Wert­gut­ach­ten braucht, um einen Ver­kaufs­preis fest­zu­le­gen, an dem dann auch die Mit­er­ben nicht her­um­nör­geln kön­nen. Also haben sie einen Qua­li­täts­mak­ler beauf­tragt, und der scheint sei­nen Job gut zu machen.

Ent­rüm­peln kos­tet viel Zeit und Kraft

Die Immo­bi­lie könn­te also sehr bald einen Käu­fer fin­den – da wird es höchs­te Zeit, mit dem Auf­räu­men und Ent­rüm­peln vor­an­zu­kom­men. Doch das ist viel zeit­auf­wän­di­ger als Kat­ja dach­te. Sie hat die Haus­halts­auf­lö­sung in die Hand genom­men, weil sie als ein­zi­ge in der Nähe des ver­stor­be­nen Groß­va­ters wohnt. Dafür hat sie sich gleich von allen Mit­er­ben einen „Frei­fahrt­schein“ aus­stel­len las­sen, also, dass kei­ner Ansprü­che auf irgend­wel­che Gegen­stän­de erhebt, die noch in dem Haus sind. Dann hat sie das Kla­vier ver­kauft, das klapp­te noch ganz gut und wur­de tat­säch­lich letz­te Woche abge­holt. Die Foto­al­ben und ein paar per­sön­li­che Sachen vom Groß­va­ter hat Kat­ja sich mit nach Hau­se genom­men, um sie spä­ter ganz in Ruhe anzu­gu­cken. Aber jetzt? Wie soll sie bloß all die Bücher sor­tie­ren, die Möbel her­aus­räu­men und ent­schei­den, was sie weg­wirft und was viel­leicht doch noch ver­wert­bar ist? Irgend­wann wird ihr klar: sie kann das nicht alles allei­ne sor­tie­ren, und um all die Schät­ze des Groß­va­ters auf­zu­be­wah­ren, fehlt es ihr ganz ein­fach an Platz.

Sie braucht ein Ent­rüm­pe­lungs­un­ter­neh­men, das vom Dach­bo­den bis zum Kel­ler alles leer­räumt. Das wür­de sie selbst rein kör­per­lich schon gar nicht hin­be­kom­men. Aller­dings möch­te Kat­ja natür­lich auch nicht zu viel für die Ent­rüm­pe­lung bezah­len. Ein guter Teil von Groß­va­ters Haus­rat müss­te ihrer Mei­nung nach durch­aus noch ver­käuf­lich sein. Dadurch soll­ten sich doch bei einem seriö­sen Anbie­ter die Ent­rüm­pe­lungs­kos­ten redu­zie­ren, oder? Schwes­ter Sina hat selbst lei­der gar kei­ne Zeit, sich zu küm­mern. Aber sie gibt Kat­ja recht und emp­fiehlt, Ange­bo­te von zwei oder drei ver­schie­de­nen Fir­men ein­zu­ho­len. Die müs­sen auf jeden Fall per­sön­lich vor­bei­kom­men und sich alles anse­hen, sagt Sina, sonst kön­nen sie die Kos­ten nicht kal­ku­lie­ren und schon gar nicht die Ver­wert­bar­keit des Inven­tars beur­tei­len. Außer­dem soll Kat­ja dar­auf ach­ten, dass die Fir­ma ihr ein schrift­li­ches Ange­bot mit einem Fest­preis macht. Kei­nen Kos­ten­vor­anschlag, bei dem der tat­säch­li­che Preis am Ende auch um 20 Pro­zent höher lie­gen kann. Und noch einen Tipp hat Sina: Es wäre sinn­voll zu über­prü­fen, ob das Unter­neh­men über eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung ver­fügt. Eine Fir­ma ohne Haft­pflicht­ver­si­che­rung wäre in die­ser Bran­che mit Sicher­heit unseriös.

Kat­ja ist froh, dass sie nun weiß, was zu tun ist. Auch wenn ihr Sinas alt­klu­ge Rat­schlä­ge frü­her immer auf die Ner­ven gin­gen – Haupt­sa­che, sie kriegt die­se Ent­rüm­pe­lung jetzt schnell und eini­ger­ma­ßen güns­tig über die Büh­ne. Ist die Ent­rüm­pe­lung geschafft, wird auch der Ver­kauf bestimmt schnell zu einem guten Abschluss kom­men. Dafür sorgt ja zum Glück ein kom­pe­ten­ter Makler!

Sie haben eine Immo­bi­lie geerbt und brau­chen einen Plan, wie es damit wei­ter gehen soll? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gern!

 

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

https://www.t‑online.de/heim-garten/wohnen/id_75085854/haushaltsaufloesung-fast-alles-laesst-sich-noch-verkaufen.html

https://www.umzugsauktion.de/umzugsunternehmen/haushaltsaufloesung/

https://november.de/ratgeber/todesfall/haushaltsaufloesung/

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

Foto: © Animaflora-PicsStock/Depositphotos.com

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Geerb­te Immo­bi­lie auf­tei­len – die häu­figs­ten Schwierigkeiten

Inter­view mit dem Rechts­an­walt und Immo­bi­li­en­ex­per­ten Sven Johns

Wird eine Immo­bi­lie ver­erbt, gibt es meis­tens nicht nur einen Allein­er­ben, son­dern eine Erben­ge­mein­schaft, unter der das geerb­te Ver­mö­gen auf­ge­teilt wer­den muss. Im Inter­view erklärt Rechts­an­walt Johns, wel­ches die ers­ten Schrit­te sind, die Erben in die­ser Situa­ti­on unter­neh­men sollten.

Herr Johns, was raten Sie Erben, die eine geerb­te Immo­bi­lie zwi­schen meh­re­ren Par­tei­en auf­tei­len müs­sen? Wie soll­ten sie da am bes­ten ran­ge­hen, um schnell zu einer Eini­gung zu kommen?

„Ganz am Anfang steht natür­lich die gro­ße Fra­ge, was ist die Immo­bi­lie wert? Das heißt, der ers­te Weg in die­sem Zusam­men­hang führt zum Immo­bi­li­en­mak­ler oder führt zum Sach­ver­stän­di­gen, um den Immo­bi­li­en­wert zu ermit­teln – und zwar nicht nur grob zu ermit­teln. Man kann zwar auch sagen, wir gucken das erst­mal im Inter­net nach oder sehen uns viel­leicht ein paar Ver­gleichsim­mo­bi­li­en in der Gegend an, aber das nützt einem dann nichts, denn ein Unter­schied von 40.000 oder 50.000 Euro in der Aus­ein­an­der­set­zung von meh­re­ren Erben bedeu­tet, wenn einer der Erben die Immo­bi­lie behal­ten will, dass er den ande­ren dann so viel mehr aus­zah­len müsste.“

Zuerst soll­te also ein Wert­gut­ach­ten erstellt wer­den, wie geht es dann wei­ter, wenn der Wert der Immo­bi­lie bekannt ist?

„Aus anwalt­li­cher Sicht: die häu­figs­te Schwie­rig­keit besteht dar­in, dass gemein­schaft­lich ein Wert gefun­den wird, mit dem alle Erb­be­rech­tig­ten so gut leben kön­nen, dass sie sagen, okay, wenn die­ser Wert raus­kommt, dann kön­nen wir uns auf einen Aus­ein­an­der­set­zungs­plan eini­gen. Ent­we­der einer der Erben über­nimmt die Immo­bi­lie oder die Immo­bi­lie wird ver­äu­ßert, und aus dem Ver­äu­ße­rungs­ge­winn wird nach Til­gung der ein­ge­tra­ge­nen Belas­tun­gen an die Mit­glie­der der Erben­ge­mein­schaft der jewei­li­ge Anteil des übrig­blei­ben­den Ver­kaufs­er­lö­ses ausgezahlt.“

Wie kön­nen Erben über­haupt her­aus­fin­den, wel­che Belas­tun­gen da noch getilgt wer­den müs­sen, wo sind die denn ein­ge­tra­gen oder aufgelistet? 

„Man kann das nicht anhand des Grund­buch­aus­zu­ges direkt erken­nen, wie hoch die tat­säch­li­che Belas­tung ist. Wenn die Immo­bi­lie mit einer Grund­schuld belas­tet ist, also ein Dar­le­hen noch nicht abbe­zahlt wur­de, kriegt man das durch den Dar­le­hens­ver­trag raus. Da gibt es hin­ten eine Auf­stel­lung pro Monat mit der Rate, die man im Monat bezahlt, sodass man genau erken­nen kann für einen bestimm­ten Monat, wie hoch valu­tiert denn da jetzt noch die Belas­tung aus die­ser Grund­schuld. Es kann auch sein, dass bei­spiels­wei­se ein Bau­spar­ver­trag noch im Grund­buch an zwei­ter Stel­le in Abtei­lung 3 ein­ge­tra­gen ist, weil der Erb­las­ser viel­leicht mit einem Bau­spar­ver­trag das Bad und die Küche reno­viert oder irgend­wann eine neue Hei­zung gekauft hat. Man muss dann eben auch da gucken, was müss­te noch zurück­ge­zahlt wer­den? Mit die­sen gan­zen Auf­stel­lun­gen, die man so ermit­telt, und dem, was dann raus­kommt, kann die nächs­te Über­le­gung beginnen.“

Man zieht also den Sal­do aus dem ermit­tel­ten Immo­bi­li­en­wert und den Belas­tun­gen, die man her­aus­ge­fun­den hat – und dann weiß man, was es zu ver­tei­len gibt?

„Ja, und erst dann stellt sich die Fra­ge: Wird ver­kauft? Will einer der Erben die Immo­bi­lie behal­ten? Kann der­je­ni­ge, der die Immo­bi­lie „behält“, die ande­ren in kom­plet­ter Höhe aus­zah­len, und wie ermit­telt man die­sen Aus­zah­lungs­wert? Vor der Ein­lei­tung einer tat­säch­li­chen Ver­mö­gens­aus­ein­an­der­set­zung kann ich nur drin­gend dazu raten, dass man genau die­se Über­le­gun­gen anstellt, und dass alle Betei­lig­ten sich zuerst dar­über klar wer­den: Wie hoch ist eigent­lich der Auseinandersetzungswert?“

 

Benö­ti­gen Sie ein Wert­gut­ach­ten oder pro­fes­sio­nel­le Bera­tung und Unter­stüt­zung bei der Ver­äu­ße­rung einer geerb­ten Immo­bi­lie? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gern.

 

Nicht fün­dig geworden: 

http://www.mosler-partner.com/index.php/de/sven-r-johns

https://www.aktiv-online.de/ratgeber/die-erbengemeinschaft-was-ist-das-und-wie-verteilt-sie-den-nachlass-4439?gclid=EAIaIQobChMIxpbttOvN7gIVkYBQBh0TpQRcEAAYASAAEgIWqvD_BwE

https://www.ratgeber-erbengemeinschaft.de/blog/immobilie-erbengemeinschaft/

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

Foto: © burdun/Depositphotos.com