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Schei­dungs­im­mo­bi­lie: wenn einer drin woh­nen bleibt

Eine glück­li­che Ehe und ein eige­nes Haus sind für vie­le die Erfül­lung ihrer Lebens­zie­le. Doch was pas­siert mit der Immo­bi­lie, wenn das Ehe­glück vor­bei ist? Wer bekommt das Wohn­recht? Und wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, mit der Immo­bi­lie umzugehen? 

Grund­sätz­lich dür­fen nach der Tren­nung bei­de Ex-Part­ner für einen bestimm­ten Zeit­raum in der gemein­sam genutz­ten Immo­bi­lie woh­nen. Geht die Nut­zung über die Schei­dung hin­aus, hat auch der Ein­trag im Grund­buch eine Aus­wir­kung auf das spä­te­re Wohn­recht. Doch zu jeder Regel gibt es eine Aus­nah­me. Unter Umstän­den kann auch dem Ex-Part­ner, dem die Immo­bi­lie nicht gehört, ein Wohn­recht vom Fami­li­en­ge­richt zuge­spro­chen wer­den. Wann wer das Wohn­recht besitzt, hängt auch vom Zeit­punkt ab. Wäh­rend des Tren­nungs­jah­res und nach dem Voll­zug der Schei­dung gel­ten jeweils unter­schied­li­che Regelungen.

Vor dem Voll­zug der Scheidung

Auch wenn nur ein Ex-Part­ner als Eigen­tü­mer ver­merkt ist, darf kei­ner den ande­ren wäh­rend der gesam­ten Tren­nungs­zeit aus der Immo­bi­lie ver­wei­sen. Schließ­lich han­delt es sich in die­sem Zeit­raum noch um eine Ehe­woh­nung. Ist der Aus­zug des Ehe­gat­ten den­noch gewollt, die­ser aber nicht bereit umzu­zie­hen, kann ein Woh­nungs­zu­wei­sungs­ver­fah­ren bean­tragt wer­den. Ein Fami­li­en­rich­ter teilt die gemein­sa­me Immo­bi­lie einem der Ehe­gat­ten zu. Die­se Ent­schei­dung gilt nur bis zum Ende der Trennungszeit.

Wenn der Ex-Part­ner gewalt­tä­tig ist oder dem Kin­des­wohl schadet

Ist einer der Ex-Part­ner gewalt­tä­tig, kann auch ein Gewal­ten­schutz­ver­fah­ren geführt wer­den. Der Ex-Part­ner, der eine Gefahr für den ande­ren und das Wohl der gemein­sa­men Kin­der dar­stellt, wird der Immo­bi­lie ver­wie­sen. Zieht einer der Ehe­gat­ten wäh­rend der Tren­nungs­zeit aus, steht die­sem eine Nut­zungs­ent­schä­di­gung zu. Bis die Schei­dung rechts­kräf­tig ist, bezahlt der Ehe­gat­te, der die Immo­bi­lie nutzt, einen regel­mä­ßi­gen Betrag an den ande­ren Ehe­gat­ten. Das trifft in eini­gen Fäl­len auch nach einem Gewal­ten­schutz­ver­fah­ren zu. Die Höhe der Ent­schä­di­gung muss berech­net wer­den. Auch der orts­üb­li­che Miet­spie­gel beein­flusst die Höhe der Zahlung.

Nach der Scheidung 

Nach der Tren­nung kann einer der Ex-Part­ner dem ande­ren sei­nen Immo­bi­li­en­an­teil ver­kau­fen. Dafür ist im Vor­feld eine pro­fes­sio­nel­le Wert­ermitt­lung not­wen­dig, damit der Anteil gerecht aus­ge­zahlt wer­den kann. Ist nur ein Ex-Part­ner der Eigen­tü­mer und möch­te aus­zie­hen, ist eine Ver­mie­tung an die ande­re Par­tei mög­lich. Möch­te der Allein­ei­gen­tü­mer in der Immo­bi­lie ver­blei­ben, ist das nur mög­lich, wenn dem Ex-Part­ner bei einem Umzug kei­ne unbil­li­ge Här­te droht. Die­se kann unter ande­rem bei eini­gen schwe­ren Erkran­kun­gen bevorstehen.

Wenn die Immo­bi­lie noch nicht abge­zahlt ist

Muss die Immo­bi­lie wei­ter­hin abge­zahlt wer­den, ist es wich­tig zu prü­fen, ob der ver­blei­ben­de Ex-Part­ner die monat­li­chen Raten beglei­chen kann. Dafür soll­ten sich Eigen­tü­mer mit dem Dar­le­hens­part­ner zusam­men­set­zen. Kann die Zah­lung allein nicht fort­ge­führt wer­den, ist der Ver­kauf der Immo­bi­lie oft die bes­se­re Lösung. Und egal wie man sich ent­schei­det, den Ent­schluss soll­ten Eigen­tü­mer gemein­sam fäl­len. Wir kön­nen Sie mit unse­rer Erfah­rung und Markt­kennt­nis gut unterstützen.

Sie befin­den sich in der Tren­nungs­zeit oder sind bereits geschie­den und wis­sen nicht, wie Sie mit Ihrer Immo­bi­lie umge­hen sol­len? Dann kon­tak­tie­ren Sie uns. Wir unter­stüt­zen Sie gerne.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit gemeint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

Foto: © costasz/Depositphotos.com

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Die Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung in der Schei­dung regeln

Vie­le Paa­re, die sich dau­er­haft bin­den, gehen auch gemein­sa­me Ver­pflich­tun­gen ein wie die Finan­zie­rung einer Immo­bi­lie. Doch wird eine Ehe geschie­den oder man trennt sich, bevor die Immo­bi­lie abbe­zahlt ist, bleibt die Fra­ge, wie es mit der Finan­zie­rung weitergeht.

Für die Rück­zah­lung eines Kre­dits haf­tet der­je­ni­ge, der ihn auf­ge­nom­men hat. Haben bei­de Ehe­part­ner den Kre­dit­ver­trag unter­schrie­ben, haf­ten bei­de für die ord­nungs­ge­mä­ße Rück­zah­lung. Für die Bank spielt es kei­ne Rol­le, ob das kre­dit­neh­men­de Paar zusam­men oder getrennt lebt. Eben­so kommt es nicht dar­auf an, wer im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen ist. Auch wer aus der Immo­bi­lie aus­zieht und nicht im Grund­buch steht, muss die Raten für den Kre­dit wei­ter an das kre­dit­ge­ben­de Insti­tut über­wei­sen. Das kann eine dop­pel­te Belas­tung dar­stel­len. Schließ­lich muss eine neue Woh­nung gesucht wer­den, für die dann Mie­te anfällt.

Schuld­haft­ent­las­sung

Wer aus der gemein­sa­men Immo­bi­lie aus­zieht, kann die Bank dar­um bit­ten, ihn von der Mit­haf­tung zu befrei­en. Die soge­nann­te Schuld­haf­tungs­ent­las­sung zu errei­chen, ist jedoch schwie­rig. Vor allem, wenn die Bank sich nicht sicher ist, ob der ver­blei­ben­de Kre­dit­neh­mer die Raten allei­ne stem­men kann.

Zwangs­ver­stei­ge­rung vermeiden

Wenn das Schei­dungs­paar den Kre­dit nicht mehr zurück­zah­len kann oder will, droht am Ende die Zwangs­ver­stei­ge­rung. Die­se soll­te ver­mie­den wer­den, denn sie geht oft mit finan­zi­el­len Ein­bu­ßen ein­her. Denn Schnäpp­chen­jä­ger wis­sen, dass Immo­bi­li­en häu­fig aus einer Not­si­tua­ti­on zwangs­ver­stei­gert wer­den und nut­zen das aus.

Immo­bi­lie behal­ten oder verkaufen?

Möch­te einer der Ex-Part­ner in der Immo­bi­lie blei­ben, muss er den ande­ren aus­be­zah­len. Das Aus­be­zah­len und die allei­ni­ge Über­nah­me des Immo­bi­li­en­kre­dits sind für einen allein oft zu viel. Des­halb ent­schei­den sich vie­le für den Ver­kauf der Immo­bi­lie. So kann einer­seits die Rest­schuld bei der Bank getilgt wer­den und im Ide­al­fall bleibt noch etwas Start­ka­pi­tal für den Neu­an­fang. Wir bera­ten Paa­re in der Schei­dung ger­ne, um die indi­vi­du­ell bes­te Lösung für die Immo­bi­lie zu finden.

Ach­tung! Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn eine Immo­bi­lie vor Ablauf der Zins­bin­dung ver­kauft und somit der Dar­le­hens­ver­trag gekün­digt wird, for­dert die Bank eine Gebühr: die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung. Die Höhe der Gebühr rich­tet sich nach der Höhe des Kre­dits, der Lauf­zeit, den Kon­di­tio­nen sowie dem Zinssatz.

Sie suchen die bes­te Lösung für Ihre Schei­dungs­im­mo­bi­lie? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gerne.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

Foto: © Polly_Grimm/Depositphotos.com

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Immo­bi­lie in der Schei­dung – Was muss ich beachten?

Nur weni­ge Schei­dun­gen ver­lau­fen fried­lich. Oft wird sich um das gestrit­ten, was frü­her bei­den Part­nern gemein­sam gehör­te. Vor allem bei Immo­bi­li­en ist es nicht ein­fach, eine opti­ma­le und schnel­le Lösung zu fin­den, was damit gesche­hen soll. Dabei ist das beson­ders wich­tig. Denn folgt kei­ne Eini­gung, droht eine Zwangs­ver­stei­ge­rung. Die­se soll­ten Paa­re jedoch unbe­dingt ver­mei­den, geht sie doch schließ­lich mit finan­zi­el­len Ein­bu­ßen einher.

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Was die opti­ma­le Lösung für die Schei­dungs­im­mo­bi­lie ist, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Gibt es zum Bei­spiel Kin­der? Sol­len die­se spä­ter ein­mal die Immo­bi­lie erben? Möch­te einer der künf­ti­gen Ex-Ehe­part­ner die Immo­bi­lie behal­ten und dar­in woh­nen blei­ben? Wie sind die finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se? Kann sich einer leis­ten, den ande­ren aus­zu­zah­len? Käme auch eine Ver­mie­tung in Betracht? Wird eine finan­zi­el­le Grund­la­ge für den „Neu­start“ benötigt?

Kann sich ein Paar nicht auf eine gemein­sa­me Lösung für die Immo­bi­lie eini­gen, kann einer von bei­den die Zwangs­ver­stei­ge­rung bean­tra­gen. Doch nicht umsonst sind hier oft Schnäpp­chen­jä­ger unter­wegs. Wer also finan­zi­el­le Ein­bu­ßen ver­mei­den möch­te, soll­te auch eine Zwangs­ver­stei­ge­rung ver­mei­den. Wir wis­sen auf Grund unse­rer jah­re­lan­gen Erfah­rung hier meist Rat. Als neu­tra­ler Drit­ter kön­nen wir auch zwi­schen bei­den Sei­ten ver­mit­teln. Bei uns fin­den Schei­dungs­paa­re fach­kun­di­ge Unterstützung.

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Wohn­recht bei Schei­dung und Trennung

Bei einer Schei­dung gibt es viel zu klä­ren. Wenn eine eige­ne Woh­nung oder ein Haus vor­han­den ist, geht es dabei oft um die Fra­ge nach dem Wohn­recht. Doch wer hat wann das Wohn­recht? Und was soll­ten Eigen­tü­mer dabei beachten? 

Wenn sich Ehe­paa­re schei­den las­sen möch­ten, spre­chen sich bei­de Part­ner sehr oft selbst das Wohn­recht zu. Das endet wie­der­um oft in Streit. Das ver­schlim­mert die Situa­ti­on in der Regel und löst vor allem nicht die Fra­ge, wer in der Immo­bi­lie bleibt.

Wie das Wohn­recht betrach­tet wird, hängt davon ab, ob sich das Ex-Paar noch im Tren­nungs­jahr befin­det oder die Schei­dung bereits voll­zo­gen ist. Das Fami­li­en­ge­richt hat im Streit­fall aber immer das letz­te Wort.

Wohn­recht wäh­rend des Trennungsjahres

Wenn es um das Wohn­recht der bis­her gemein­sam genutz­ten Immo­bi­lie geht, gilt die Faust­re­gel: Glei­che Wohn- und Nutz­rech­te für alle. Auch wenn nur einer der bei­den Ex-Part­ner im Grund­buch steht. Das betrifft aber nur das Tren­nungs­jahr. Kann sich das Ex-Paar nicht dar­auf eini­gen wer aus­zieht, gibt es zwei Möglichkeiten.

Ent­we­der trifft der Fami­li­en­rich­ter die Ent­schei­dung oder die Tren­nung inner­halb der Immo­bi­lie. Das betrifft nur die Räu­me, wie bei­spiels­wei­se das Schlaf­zim­mer, wo eine Ein­zel­nut­zung mög­lich ist. Das Bade­zim­mer, die Küche und der Haus­flur kön­nen bei­de Ex-Part­ner den­noch wei­ter­hin gemein­sam nutzen.

Egal wie zer­strit­ten das Ex-Paar ist, es ist nicht emp­feh­lens­wert das Tür­schloss aus­zu­tau­schen oder den ande­ren der Woh­nung oder des Hau­ses zu ver­wei­sen. Das bringt oft recht­li­che Fol­gen mit sich.

Wenn die Schei­dung voll­zo­gen ist 

Ist einer der Ex-Part­ner der Allein­ei­gen­tü­mer der Immo­bi­lie, kann die­ser dem ande­ren das Haus oder die Woh­nung ver­mie­ten. Die ver­ein­bar­te Mie­te, die orts­üb­li­che Bedin­gun­gen ver­langt, kann auch auf den Ehe­gat­ten­un­ter­halt Ein­fluss haben.

In beson­de­ren Fäl­len kann das Gericht dem Ex-Part­ner, der nicht im Grund­buch steht, das allei­ni­ge Wohn­recht ertei­len. Das trifft aber nur zu, wenn die­sem Ex-Part­ner bei einem Aus­zug unbil­li­ge Här­te bevor­steht. Ein sol­cher Grund ist bei­spiels­wei­se ein zu schlech­ter Gesundheitszustand.

Sind bei­de Ex-Part­ner Eigen­tü­mer der Immo­bi­lie, kann einer der Part­ner den Anteil des ande­ren über­neh­men. Ist das für das Ex-Paar kei­ne Lösung, bleibt meist nur der Ver­kauf. Die Tei­lungs­ver­stei­ge­rung durch das Amts­ge­richt hat mehr Nach­tei­le für die Eigen­tü­mer und soll­te ver­mie­den werden.

Sind Sie sich unsi­cher, was mit Ihrer Schei­dungs­im­mo­bi­lie pas­sie­ren soll? Kon­tak­tie­ren Sie uns! Wir bera­ten Sie gern.

 

Hin­wei­se

In die­sem Text wird aus Grün­den der bes­se­ren Les­bar­keit das gene­ri­sche Mas­ku­li­num ver­wen­det. Weib­li­che und ander­wei­ti­ge Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten wer­den dabei aus­drück­lich mit­ge­meint, soweit es für die Aus­sa­ge erfor­der­lich ist.

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

 

Foto: © AndreyPopov/Depositphotos.com

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Schei­dung: war­um nicht das Nestmodell?

Eine Schei­dung soll­te vor allem für die Kin­der so ange­nehm wie mög­lich über die Büh­ne gehen. Das soge­nann­te Nest­mo­dell soll genau das errei­chen. Die Kin­der blei­ben in der gemein­sa­men Immo­bi­lie und die Eltern leben dort im wöchent­li­chen Wech­sel. Das bedeu­tet auch, dass jeder Ex-Part­ner für die Zeit, in der er nicht in der alten Immo­bi­lie lebt, zusätz­lich eine eige­ne Woh­nung braucht.

Das Nest­mo­dell (engl. Bird Nes­ting) kommt zwar bei wei­tem sel­te­ner vor als das klas­si­sche Resi­denz- oder Wech­sel­mo­dell, wur­de aber in den letz­ten Jah­ren für den Kin­der­um­gang nach einer Tren­nung immer attrak­ti­ver. Ob das Modell für getrenn­te Paa­re in Fra­ge kommt, hängt von der indi­vi­du­el­len und finan­zi­el­len Situa­ti­on ab. Für Eltern­paa­re, die sich tren­nen oder schei­den las­sen, emp­fiehlt es sich daher sich von uns, dem Ferrang.koeln Team bera­ten zu lassen.

Was bedeu­tet das Nest­mo­dell für Kin­der und Eltern? 

Bei die­sem Modell blei­ben die Kin­der trotz Bezie­hungs­en­de der Eltern in der gewohn­ten Umge­bung woh­nen. Dadurch kön­nen nega­ti­ve Fol­gen einer Schei­dung für die Kin­der ver­rin­gert und die Auf­lö­sung der Fami­lie bes­ser über­wun­den wer­den. „Nest“-Kinder sol­len sich dadurch auch in ihrer Per­sön­lich­keit bes­ser ent­wi­ckeln als ande­re Tren­nungs­kin­der. Eigen­schaf­ten wie Respekt, Wider­stands­fä­hig­keit und Tole­ranz wer­den gefördert.

Eltern kön­nen in ihren eige­nen vier Wän­den ein Leben ohne die Kin­der füh­ren, wenn das ande­re Eltern­teil mit der Betreu­ung im „Nest“ der Kin­der an der Rei­he ist.

Gut für die Kin­der, aber nicht immer für die Ex-Partner

Bird Nes­ting bedeu­tet, die Bezie­hung zu been­den, ohne einen rich­ti­gen Schluss­strich zu zie­hen. Eltern, die sich für die­ses Modell ent­schei­den, sind dem­nach fak­tisch getrennt, müs­sen aber den­noch zusam­men Ent­schei­dun­gen tref­fen, die immer noch die gemein­sa­me Immo­bi­lie betref­fen. Immer­hin woh­nen bei­de Eltern­tei­le teil­wei­se mit im „Nest“ der Kinder.

Das führt vor allem bei finan­zi­el­len Fra­gen zu Streit und Unei­nig­keit. Wer bezahlt die Strom­rech­nung? Wer soll die GEZ-Gebüh­ren beglei­chen? Wer zahlt, wenn es um Repa­ra­tu­ren und neue Ein­rich­tung geht? Wenn zusätz­lich noch ein Immo­bi­li­en­dar­le­hen bzw. ‑kre­dit abbe­zahlt wer­den muss, steht die Fra­ge im Raum, wer wie viel zur Til­gung beisteuert.

Zudem muss sich jedes Eltern­teil ein neu­es Zuhau­se suchen. Und auch die dop­pel­te Haus­halts­füh­rung und die Kos­ten für bei­de Immo­bi­li­en sind finan­zi­ell zu stem­men. In Zei­ten stei­gen­der Miet- und Immo­bi­li­en­prei­se wie auch Lebens­hal­tungs­kos­ten kann das oft sehr belas­tend sein für das eige­ne Kon­to. Gera­de wenn man nicht zu den Gering­ver­die­nern gehört. Und die Ver­sor­gung der Kin­der darf natür­lich auch nicht ver­ges­sen werden.

Ver­kau­fen oder neue Woh­nung? –  Bera­tung durch den Profi

In Fäl­len, wo die Immo­bi­lie nur schwer und gar nicht gehal­ten wer­den kann, ist das Nest­mo­dell zwar grund­sätz­lich bes­ser für die Kin­der, aber so gut wie nicht umsetz­bar. Daher ist es bes­ser nach Lösun­gen für den indi­vi­du­ell bes­ten Umgang mit der Tren­nungs­im­mo­bi­lie zusam­men mit uns zu suchen. Natür­lich immer mit dem Haupt­ziel, die Situa­ti­on für die Kin­der so gut wie mög­lich zu lösen.

Brau­chen Sie Unter­stüt­zung im Umgang mit Ihrer Schei­dungs­im­mo­bi­lie? Dann kon­tak­tie­ren Sie uns!

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Check­lis­te – Scheidungsimmobilie

Die Tei­lung einer Immo­bi­lie wäh­rend einer Schei­dung stellt die Ehe­part­ner vor schwie­ri­ge Fra­gen – und das in einer emo­tio­nal ange­spann­ten Lebens­pha­se. Wel­che Mög­lich­kei­ten der Tei­lung gibt es und mit wel­chen Pro­ble­men müs­sen Sie rech­nen? Um in die­ser Situa­ti­on den Über­blick zu behal­ten, hilft Ihnen die Check­lis­te von Ferrang.Koeln Immobilien. 

Für die Tei­lung einer Schei­dungs­im­mo­bi­lie gibt es im Wesent­li­chen fol­gen­de Optio­nen: a) das Paar ver­kauft die Immo­bi­lie, b) das Paar behält die Immo­bi­lie als gemein­sa­mes Eigen­tum, c) einer der Part­ner erwirbt die Immo­bi­lie voll­stän­dig und über­nimmt sie, oder d) die Immo­bi­lie wird als Vor­er­be bzw. Schen­kung auf ein oder meh­re­re Kin­der über­tra­gen. In der Pra­xis gibt es jedoch bei jeder die­ser Mög­lich­kei­ten min­des­tens einen Haken.

Ver­kauf

  • Ist in der Regel sinn­voll, da die Schul­den, die zur Finan­zie­rung der Immo­bi­lie auf­ge­nom­men wur­den, getilgt wer­den kön­nen und bei­de Part­ner erhal­ten ihren Teil des Ver­kaufs­er­lö­ses als Grund­la­ge für einen Neustart
  • Klei­ner Nach­teil: Bei einer Rück­zah­lung von Kre­di­ten vor Ablauf der Zins­bin­dung ver­langt die Bank eine soge­nann­te Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung; leb­te das Paar vor dem Ver­kauf weni­ger als zehn Jah­re in der Immo­bi­lie, kann Spe­ku­la­ti­ons­steu­er anfallen
  • Gefahr: Einigt sich das Paar nicht auf einen Ver­kauf, weil bei­spiels­wei­se einer der Part­ner die Immo­bi­lie wei­ter nut­zen möch­te, droht eine Tei­lungs­ver­stei­ge­rung, die sich in der Regel nega­tiv auf den Ver­kaufs­er­lös auswirkt

Ver­mie­tung

  • Eine Ver­mie­tung ist sinn­voll, wenn die Immo­bi­lie in der Fami­lie blei­ben soll, damit zum Bei­spiel spä­ter die Kin­der sie erben und dar­in leben können
  • Klei­ner Nach­teil: Wer ver­mie­tet, muss sich aber auch wei­ter­hin um die Immo­bi­lie küm­mern, Repa­ra­tu­ren und Ver­wal­tung kön­nen viel Zeit und Geld kosten
  • Gefahr: Ver­mie­tung lohnt sich in der Regel nur, wenn sich durch die Miet­ein­nah­men min­des­tens der Immo­bi­li­en­kre­dit til­gen lässt und wenn bei­de Part­ner sich einig sind, wie die Ver­ant­wor­tung für die Immo­bi­lie auf­ge­teilt wird

Wei­ter­nut­zung

  • Der in der Immo­bi­lie ver­blei­ben­de Part­ner zahlt Mie­te an den ande­ren oder die Mie­te wird mit fäl­li­gen Unter­halts­zah­lun­gen verrechnet
  • Nach­teil: Ist die Immo­bi­lie noch nicht abbe­zahlt, haf­ten wei­ter­hin bei­de Part­ner für die Rück­zah­lung der Kre­di­te – aus Sicht der Bank wer­den die Schul­den jedoch nicht geteilt, das heißt: falls einer der Part­ner zah­lungs­un­fä­hig wird, holt sich die Bank die gesam­te Rest­schuld beim anderen
  • Gefahr: Ist die Rück­zah­lung der Kre­di­te nicht mehr gesi­chert, droht der Ver­lust bzw. die Zwangs­ver­stei­ge­rung der Immo­bi­lie – ver­bun­den mit her­ben finan­zi­el­len Einbußen

Über­nah­me durch einen der Partner

  • Nach­teil: Der Part­ner, der die Immo­bi­lie über­nimmt, muss sei­nen Ex-Part­ner aus­zah­len und gleich­zei­tig die Wohn- und Instand­hal­tungs­kos­ten tra­gen und lau­fen­de Kre­di­te allein zurückzahlen
  • Gefahr: Das führt häu­fig zu einer finan­zi­el­len Überforderung

Eine Schen­kung der Immo­bi­lie an das Kind oder die Kin­der kann eine wei­te­re Lösung sein. Jedoch dro­hen hier die glei­chen Risi­ken, wenn die Immo­bi­lie noch nicht abbe­zahlt ist, und wenn gegen­sei­ti­ge Ansprü­che auf Unter­halt und Zuge­winn­aus­gleich bestehen.

Sie sind sich unsi­cher, was die bes­te Lösung für Ihre Schei­dungs­im­mo­bi­lie ist? Kon­tak­tie­ren Sie mich! Mei­ne Kol­le­gen von Ferrang.Koeln Immo­bi­li­en und ich bera­ten Sie gerne.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheidung

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheidungsrate

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

Foto: © oli18/Depositphotos.com

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Zuge­winn­aus­gleich – wor­auf Sie bei der Schei­dung ach­ten müssen

Las­sen Paa­re sich schei­den, ist vor allem die Fra­ge: „Wer bekommt was?“ von essen­zi­el­ler Bedeu­tung. Gera­de wenn es um eine gemein­sam bewohn­te Immo­bi­lie geht, die nun geteilt wer­den muss, wird oft mit har­ten Ban­da­gen gekämpft. Mit dem Zuge­winn­aus­gleich hat der Gesetz­ge­ber ver­sucht, eine fai­re Lösung für die Güter­tren­nung nach einer Schei­dung zu schaf­fen. Lei­der sind die Rege­lun­gen in der Pra­xis meist alles ande­re als ein­fach umzusetzen.

Die meis­ten Ehen wer­den in Deutsch­land ohne Ehe­ver­trag geschlos­sen. Vie­le sehen einen Ehe­ver­trag als unnö­ti­gen büro­kra­ti­schen Akt an und hal­ten es für ein schlech­tes Zei­chen, wenn man sich bereits vor der Hoch­zeit mit der Schei­dung befasst. Ohne Ehe­ver­trag gilt die Ehe in jedem Fall als soge­nann­te Zuge­winn­ge­mein­schaft. Die­se juris­ti­sche Defi­ni­ti­on führt dazu, dass jedem der Part­ner bei einer Schei­dung nicht nur die Hälf­te des gemein­sa­men Ver­mö­gens, son­dern zusätz­lich ein Zuge­winn­aus­gleich zusteht – das heißt, ein Anteil von 50 Pro­zent an dem Betrag, um den das Ver­mö­gen sei­nes Ehe­part­ners wäh­rend der Jah­re der Ehe gewach­sen ist. Für beson­de­re Schwie­rig­kei­ten sorgt der Zuge­winn­aus­gleich oft, wenn es um die Tei­lung einer Immo­bi­lie geht. Dabei gibt es min­des­tens drei erheb­lich von­ein­an­der ver­schie­de­ne Fälle.

Fall 1: Die Immo­bi­lie gehört bei­den Ehe­part­nern gemein­sam zu glei­chen Teilen

Sind bei­de Ehe­part­ner im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen und die Immo­bi­lie ist ihr gemein­sa­mes Eigen­tum, so gibt es kei­nen Zuge­winn­aus­gleich. Die Immo­bi­lie wird also ein­fach – und das ist oft schwie­rig genug – pari­tä­tisch zwi­schen bei­den Ehe­part­nern auf­ge­teilt. Will einer der Part­ner in der Immo­bi­lie woh­nen blei­ben, muss er dem ande­ren die Hälf­te des Wer­tes in Form von Geld aus­zah­len, bei einem Ver­kauf erhal­ten bei­de die Hälf­te des Verkaufserlöses.

Fall 2: Einer der Ehe­part­ner ist Allein­ei­gen­tü­mer und hat die Immo­bi­lie mit in die Ehe gebracht

Ist einer der Ehe­part­ner Allein­ei­gen­tü­mer und hat die Immo­bi­lie bereits vor der Ehe­schlie­ßung gekauft oder geerbt, so bleibt sie grund­sätz­lich auch nach der Schei­dung sein allei­ni­ges Eigen­tum. Aller­dings stellt eine even­tu­el­le Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­lie wäh­rend der Jah­re der Ehe einen (Vermögens-)Zugewinn dar, und das bedeu­tet: dem geschie­de­nen Ehe­part­ner muss ein Zuge­winn­aus­gleich gezahlt wer­den. Ein Bei­spiel: Zum Zeit­punkt der Ehe­schlie­ßung betrug der Wert der Immo­bi­lie 300.000 Euro. 25 Jah­re spä­ter kommt es zur Schei­dung und der Wert ist auf 500.000 Euro gestie­gen. Auf­grund des Zuge­winns von 200.000 Euro muss der Eigen­tü­mer der Immo­bi­lie sei­nem geschie­de­nen Ehe­part­ner einen Zuge­winn­aus­gleich von 100.000 Euro zahlen.

Fall 3: Einer der Ehe­part­ner ist Allein­ei­gen­tü­mer und hat die Immo­bi­lie wäh­rend der Ehe erworben 

Ganz anders sieht es aus, wenn die Immo­bi­lie erst nach der Ehe­schlie­ßung von einem der Ehe­part­ner erwor­ben oder geerbt wur­de. Der gesam­te Wert der Immo­bi­lie ist dann als Zuge­winn an Ver­mö­gen wäh­rend der Ehe zu betrach­ten. Das Ver­mö­gen des einen Ehe­part­ners hat sich also zum Bei­spiel bei einer geerb­ten Immo­bi­lie, die zum Zeit­punkt der Erb­schaft 300.000 Euro wert war und jetzt 500.000 Euro wert ist, um den Gesamt­be­trag von 500.000 Euro erhöht – alles inner­halb der Dau­er sei­ner Ehe. Bei einer Schei­dung hat der ande­re Part­ner nun­mehr Anspruch auf einen Zuge­winn­aus­gleich von 250.000 Euro – der Hälf­te des Gesamt­wer­tes der Immo­bi­lie, obwohl er nicht Mit­ei­gen­tü­mer ist.

In der Pra­xis ist die Lage häu­fig sogar noch kom­pli­zier­ter, wenn näm­lich Kre­di­te noch nicht abge­zahlt sind oder die Immo­bi­lie mit einer Hypo­thek belas­tet ist. Der Wunsch eines der Part­ner, nach der Schei­dung in der Immo­bi­lie woh­nen zu blei­ben, schei­tert oft dar­an, dass er sei­nen geschie­de­nen Ex-Part­ner nicht aus­zah­len kann. Der Zuge­winn­aus­gleich sorgt dafür, dass auch Allein­ei­gen­tü­mer gar nicht sel­ten in die­se Situa­ti­on gera­ten.  Als Aus­weg bleibt dann nur der Ver­kauf der Immobilie.

Sie sind sich nicht sicher, ob der Haus­ver­kauf nach der Tren­nung für Sie die bes­te Lösung ist? Wir bera­ten Sie ger­ne zu Ihren Möglichkeiten. 

 

Hier nicht fün­dig gewor­den? Dann lesen Sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zugewinn

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/_inhalt.html#

https://de.wikipedia.org/wiki/Ehevertrag

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

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