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Ver­län­ger­te Frist für das Bau­kin­der­geld – Wie stel­le ich einen Antrag?

Das Bau­kin­der­geld ist eine staat­li­che För­de­rung für Fami­li­en mit Kin­dern, die Wohn­ei­gen­tum erwer­ben – egal, ob sie neu bau­en oder eine Bestands­im­mo­bi­lie erwer­ben. Die För­der­maß­nah­me soll­te bis­her zum Jah­res­en­de 2020 aus­lau­fen. Jetzt wur­de sie um 3 Mona­te ver­län­gert. Das bedeu­tet: Um noch Bau­kin­der­geld bean­tra­gen zu kön­nen, müs­sen Sie bis zu die­sem Stich­tag eine Bau­ge­neh­mi­gung erhal­ten, ein Bau­vor­ha­ben begon­nen oder einen Kauf­ver­trag abge­schlos­sen haben. Die Antrag­stel­lung erfolgt bei der KfW.

Fami­li­en oder Allein­er­zie­hen­de mit Kin­dern, die in den ers­ten drei Mona­ten die­ses Jah­res mit dem Bau eines Hau­ses begin­nen oder ein Ein­fa­mi­li­en­haus bezie­hungs­wei­se eine Eigen­tums­woh­nung kau­fen, kön­nen sich freu­en. Sie kom­men noch in den Genuss des Bau­kin­der­gel­des. Es han­delt sich um einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro pro Kind (jähr­lich 1.200 Euro, ver­teilt über 10 Jah­re), der gewährt wird, wenn Ihr Haus­halts­ein­kom­men einen bestimm­ten Betrag nicht über­schrei­tet. Bei zwei Kin­dern liegt die Ein­kom­mens-Ober­gren­ze bei 105.000 Euro. Fer­ner muss das neue Eigen­heim Ihre ein­zi­ge Wohn­im­mo­bi­lie sein, um mit Bau­kin­der­geld geför­dert zu werden.

Wann, wo und wie wird der Antrag gestellt?

Den Antrag auf Bau­kin­der­geld stel­len Sie online über das KfW-Zuschuss­por­tal , und zwar erst nach dem Ein­zug in Ihr neu­es Eigen­heim. Soll­ten Sie zwi­schen dem 01.01. und 21.01.2021 in Ihr neu­es Zuhau­se ein­ge­zo­gen sein, bit­tet die KfW aller­dings pan­de­mie­be­dingt dar­um, den Antrag erst ab dem 22.01. zu stel­len. Ab dem Tag, der als Ein­zugs­da­tum auf Ihrer Mel­de­be­schei­ni­gung steht, haben Sie ein hal­bes Jahr Zeit. Die Mög­lich­keit für eine Antrag­stel­lung besteht prin­zi­pi­ell noch bis zum 31.12.2023.

Wel­che Nach­wei­se brau­che ich für den Antrag?

Zunächst müs­sen Sie Ihre Iden­ti­tät online per Video-Iden­ti­fi­zie­rung oder mit Post­ident in einer Filia­le der Deut­schen Post nach­wei­sen. Außer­dem benö­ti­gen Sie für einen Bau­kin­der­geld-Antrag 2021 fol­gen­de Unterlagen:

  • die Steu­er­erklä­run­gen 2018 und 2019
  • die Mel­de­be­stä­ti­gung, aus der her­vor­geht, dass alle Haus­halts­mit­glie­der in Ihrer neu­en Immo­bi­lie gemel­det sind
  • den Grund­buch­aus­zug, in dem Sie als Eigen­tü­mer oder Mit­ei­gen­tü­mer ein­ge­tra­gen sind

Die Nach­wei­se müs­sen zwin­gend bis spä­tes­tens 3 Mona­te nach der Antrag­stel­lung hoch­ge­la­den werden.

Wie wird das Bau­kin­der­geld ausgezahlt? 

Nach­dem Ihr Bau­kin­der­geld-Antrag bewil­ligt wur­de, erhal­ten Sie 10 Jah­re lang eine jähr­li­che Aus­zah­lung von 1.200 Euro pro Kind, die auf Ihr Kon­to über­wie­sen sind. Aller­dings nur, solan­ge Sie auch in Ihrem neu­en Eigen­heim woh­nen. Soll­ten Sie aus­zie­hen und Ihre Immo­bi­lie ver­kau­fen oder ver­mie­ten, erfül­len Sie nicht mehr die Förderbedingungen.

Sie sind auf der Suche nach ihrer Traum­im­mo­bi­lie, für die sie das Bau­kin­der­geld nut­zen kön­nen? Dann tra­gen Sie sich jetzt in unse­rer Such-Daten­bank ein.

Nicht fün­dig geworden: 

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/F%C3%B6rderprodukte/Baukindergeld-(424)/

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/09/baukindergeld.html

https://www.aktion-pro-eigenheim.de/haus/news/baukindergeld-2021-das-muessen-familien-zur-antragstellung-wissen.php?sn=snabdaa0fe600e8e8d8a7b03be83326a

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

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