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War­um sich Home Sta­ging auszahlt

Für vie­le Immo­bi­li­en­ver­käu­fer ist eine kur­ze Ver­kaufs­dau­er und ein hoher Ver­kaufs­preis das Ide­al. Doch wie erreicht man es? Ziel ist es, Inter­es­sen­ten von der Immo­bi­lie zu über­zeu­gen. Also muss man sie gekonnt in Sze­ne set­zen. Mit Home Sta­ging insze­nie­ren Ver­käu­fer gezielt ihre Immo­bi­lie. Und das wirkt sich nach­weis­lich posi­tiv auf den Preis und die Ver­kaufs­dau­er aus.

Eine Stu­die unter ame­ri­ka­ni­schen Immo­bi­li­en­mak­lern belegt, wie sich Home Sta­ging aus­zahlt. Wo es ein­ge­setzt wur­de, konn­te bei fast zwei Drit­teln der Immo­bi­li­en­ver­käu­fe genau der Ange­bots­preis erzielt oder sogar über­trof­fen wer­den. Bei einem Fünf­tel davon wur­de die Immo­bi­lie zu einem Preis ver­kauft, der 15 Pro­zent über dem Ange­bots­preis lag. Die 1. Vor­sit­zen­de der Deut­schen Gesell­schaft für Home Sta­ging und Rede­sign (DGHR) Iris Hough­ten betont, dass der ers­te Nach­lass beim Ange­bots­preis, den Ver­käu­fer geben, immer höher ist als die Kos­ten für Home Staging.

Eben­so posi­tiv sind die Aus­wir­kun­gen auf die Ver­kaufs­dau­er. Mit Home Sta­ging konn­te sie um mehr als die Hälf­te ver­rin­gert wer­den. Außer­dem neigt bei einer anspre­chen­den Immo­bi­li­en­prä­sen­ta­ti­on über ein Vier­tel der Kauf­in­ter­es­sen­ten eher dazu, über klei­ne­re Makel der Immo­bi­lie hin­weg­zu­se­hen. Zudem ist auch fast die Hälf­te der Kauf­in­ter­es­sen­ten eher bereit, sich eine „ges­ta­ge­te“ Immo­bi­lie anzu­se­hen, die sie vor­her online gese­hen haben.

Was genau wird bei Home Sta­ging eigent­lich gemacht? Als Bei­spiel: Wer sein gebrauch­tes Auto ver­kauft, bringt es vor­her auf Vor­der­mann. Genau das macht Home Sta­ging mit Immo­bi­li­en. Häu­fig ist es so, dass eine Immo­bi­lie ent­we­der im bewohn­ten oder im völ­lig lee­ren Zustand den Inter­es­sen­ten gezeigt wird. In sol­chen „Set­tings“ fällt es poten­zi­el­len Käu­fern in der Regel jedoch schwer, sich ihr eige­nes zukünf­ti­ges Zuhau­se vorzustellen.

Mit Home Sta­ging wird die Immo­bi­lie „ent­per­so­na­li­siert“. Es wer­den per­sön­li­che Gegen­stän­de ent­fernt und der Raum erhält eine „neu­tra­le“, aber den­noch freund­li­che Ein­rich­tung, ohne jedoch über­frach­tet zu sein. Denn auch „voll­ge­stopf­te“ Immo­bi­li­en kön­nen das Vor­stel­lungs­ver­mö­gen der Inter­es­sen­ten behin­dern. Das Glei­che gilt eben­so für völ­lig lee­re Räumlichkeiten.

Um der Fan­ta­sie even­tu­el­ler Käu­fer auf die Sprün­ge zu hel­fen, wer­den dezent Möbel, Far­ben, Licht und Deko­ra­tio­nen ein­ge­setzt. Das hilft nicht nur, Raum­pro­por­tio­nen bes­ser sicht­bar zu machen und Beson­der­hei­ten der Immo­bi­lie her­vor­zu­he­ben, son­dern zahlt sich auch bei Online-360-Grad-Rund­gän­gen und bei den Fotos aus, die im Inter­net und im Expo­sé genutzt wer­den. Vor dem inne­ren Auge pla­nen Inter­es­sen­ten dann schon, wie sie die Immo­bi­lie selbst ein­rich­ten wür­den. Für Home Sta­ging gibt es bereits seit eini­gen Jah­ren schon güns­ti­ge Ange­bo­te wie bei­spiels­wei­se Möbel aus Pap­pe, die eine schlich­te Ein­rich­tung für das Auge des Betrach­ters „insze­nie­ren“. Eini­ge Inter­es­sen­ten haben hier auch schon gefragt, ob die Möbel mit erwor­ben wer­den kön­nen. Da es poten­zi­el­len Käu­fern so leich­ter fällt, die besich­tig­te Immo­bi­lie als die eige­ne zu sehen, ent­schei­den sich Inter­es­sen­ten schnel­ler für den Kauf.

In den USA hört Home Sta­ging bei der Ein­rich­tung auch nicht auf. Hier wird gele­gent­lich auch ange­neh­mer Duft genutzt, um Kauf­in­ter­es­sen­ten bei der Besich­ti­gung ein posi­ti­ves Gefühl für die Immo­bi­lie zu ver­mit­teln. Zum Bei­spiel wer­den Plätz­chen oder Kuchen geba­cken. Dies wird so ähn­lich bereits in Deutsch­land in Ein­kaufs­zen­tren ein­ge­setzt. Noch eine Stu­fe höher in den USA ist der Ein­satz von Lai­en­dar­stel­lern, die im Haus das glück­li­che Fami­li­en­le­ben vor­spie­len. Sie sind zunächst nicht als Dar­stel­ler zu erken­nen. Statt­des­sen hält man sie für die Fami­lie, die trotz der Besich­ti­gung ihr All­tags­le­ben fortführt.

Wer mit Home Sta­ging sei­ne Immo­bi­lie für die gewünsch­te Ziel­grup­pe ein­rich­tet, kann Ver­kaufs­preis und Ver­kaufs­dau­er optimieren.

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