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„War­um wol­len Sie denn ver­kau­fen?“ – Wie Sie sou­ve­rän auf neu­gie­ri­ge Käu­fer reagieren

„So ein schö­nes Haus! War­um wol­len Sie das denn ver­kau­fen?“, wer eine Immo­bi­lie ver­kauft, muss in den Anfra­gen per Mail und Tele­fon und spä­tes­tens bei Besich­ti­gun­gen mit jeder Men­ge neu­gie­ri­ger Nach­fra­gen rech­nen, die mal mehr und mal weni­ger ange­bracht sind. Wir ver­ra­ten, wie Sie dar­auf sou­ve­rän reagieren. 

„Woh­nen Sie aktu­ell noch in der Immobilie?“

Das wich­tigs­te gleich vor­weg: In Mails und per Tele­fon ist es bes­ser, mit Infor­ma­tio­nen, die sich nicht unmit­tel­bar auf die Immo­bi­lie bezie­hen zurück­hal­tend zu sein. Ver­wei­sen Sie lie­ber dar­auf, dass Sie auf wei­te­re Fra­gen bei der Besich­ti­gung ein­ge­hen. Stel­len Sie auch unbe­dingt sicher, dass es sich um einen ernst­haf­ten Inter­es­sen­ten han­delt, bevor Sie die genaue Adres­se und ihre pri­va­te Tele­fon­num­mer her­aus­ge­ben. Soll­ten die ver­meint­li­chen Inter­es­sen­ten Fra­gen dazu stel­len, ob Sie aktu­ell noch in der Immo­bi­lie woh­nen oder wie ihre Arbeits­zei­ten sind, ist Vor­sicht ange­sagt, denn immer wie­der kommt es vor, dass Ein­bre­cher die Inse­ra­te auf Immo­bi­li­en­por­ta­len nut­zen, um aus­zu­kund­schaf­ten, wann eine Immo­bi­lie leer steht.

„War­um wol­len Sie denn verkaufen?“

Wenn dann bei der Besich­ti­gung die ers­ten neu­gie­ri­gen Nach­fra­gen ein­tru­deln, ist es rat­sam, locker zu blei­ben. Hin­ter der Fra­ge „War­um wol­len Sie denn ver­kau­fen?“, ver­steckt sich meist nur der Wunsch, unkom­pli­zier­ten Small­talk zu betrei­ben und nicht der geschick­te Ver­such, even­tu­el­le Män­gel auf­zu­de­cken. Sie müs­sen also kei­ne Angst haben, etwas Fal­sches zu sagen. Wenn Sie wegen einer Schei­dung, finan­zi­el­len Pro­ble­men oder aus sons­ti­gen Grün­den, über die Sie nicht ger­ne reden möch­ten, ver­kau­fen, ist es auch völ­lig legi­tim nur auf „pri­va­te Grün­de“ zu ver­wei­sen. So zei­gen Sie höf­lich, dass Sie nicht über ihren Ver­kaufs­grund spre­chen möch­ten, er aber nichts mit der Immo­bi­lie selbst zutun hat.

„Und mit drei Kin­dern war Ihnen das nicht zu eng?“

Manch­mal kann es sein, dass Inter­es­sen­ten durch ihre Nach­fra­gen und Aus­sa­gen unbe­wusst Ihren Geschmack oder Ihren Lebens­stil hin­ter­fra­gen. Dann ist es wich­tig, sich nicht per­sön­lich ange­grif­fen zu füh­len. Blei­ben Sie ruhig und recht­fer­ti­gen Sie sich nicht. Häu­fig wol­len Inter­es­sen­ten sich durch sol­che Fra­gen ein bes­se­res Bild davon machen, wie es ist, in der Immo­bi­lie zu leben. Auch wenn Käu­fer danach fra­gen, ob der Lärm von der Stra­ße nicht stört oder ob die Nach­bars­kin­der immer so laut sind, ist es das Bes­te, ehr­lich zu sein und zum Bei­spiel dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Geräu­sche zwar da sind, man sich aber schnell an sie gewöhnt.

„Muss hier im Win­ter viel geheizt wer­den und gibt es irgend­wo Schimmel?“

Beson­ders bei Fra­gen nach mög­li­chen Män­geln, ist Ehr­lich­keit beson­ders wich­tig. Gesetz­lich sind Sie näm­lich dazu ver­pflich­tet, auch über nicht sofort ersicht­li­che Män­gel auf­zu­klä­ren. Soll­te spä­ter her­aus­kom­men, dass sie bewusst gelo­gen oder Män­gel ver­schwie­gen haben, kön­nen Sie dafür haft­bar gemacht werden.

Exper­ten raten übri­gens dazu, dass Ver­käu­fer bei den Besich­ti­gun­gen selbst gar nicht anwe­send sind. So müs­sen Sie auch kei­ne läs­ti­gen Fra­gen nach ihrem Pri­vat­le­ben beant­wor­ten und kön­nen die Auf­klä­rung über mög­li­che Män­gel dem Mak­ler überlassen.

Sie wol­len sich den Stress des Besich­ti­gungs­ma­nage­ments nicht antun? Kon­tak­tie­ren Sie uns jetzt. Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne beim Ver­kauf Ihrer Immobilie. 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

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