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Wie lang stei­gen die Immo­bi­li­en­prei­se noch?

Es ist für vie­le eine Über­ra­schung: Trotz Coro­na-Pan­de­mie stei­gen die Prei­se für Immo­bi­li­en in den Metro­po­len und deren Rand­la­gen wei­ter. Dafür sor­gen die anhal­tend hohe Nach­fra­ge und die Nied­rig­zins­po­li­tik der EZB. Doch inner­halb der nächs­ten fünf Jah­re pro­gnos­ti­zie­ren Wirt­schafts­ex­per­ten eine Trend­wen­de. Für Immo­bi­li­en­ver­käu­fer ist jetzt der bes­te Zeit­punkt zum Ver­kauf, Immo­bi­li­en­su­chen­de haben es dage­gen der­zeit sehr schwer.

Nahe­zu über­all in Deutsch­land – von weni­gen Aus­nah­men in struk­tur­schwa­chen Regio­nen abge­se­hen – ken­nen die Immo­bi­li­en­prei­se seit zehn Jah­ren nur eine Rich­tung: nach oben! Nach Berech­nun­gen der Bun­des­bank haben sich die Durch­schnitts­prei­se in deut­schen Städ­ten seit 2010 mehr als ver­dop­pelt. Und weder der ers­te Lock­down im ver­gan­ge­nen Jahr noch der aktu­el­le konn­te den Preis­auf­schwung maß­geb­lich brem­sen. Zwar sta­gnier­ten die Prei­se Mit­te des ver­gan­ge­nen Jah­res kurz, doch seit­her stei­gen sie wei­ter, wenn auch etwas abge­schwäch­ter als zuvor.

Die Lage in den Metropolen

Ein Grund dafür ist die wei­ter­hin hohe Nach­fra­ge und der fort­ge­setz­te Man­gel an neu­em Wohn­raum, ins­be­son­de­re in den Metro­pol­re­gio­nen. Die­se ver­zeich­ne­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen star­ken Bevöl­ke­rungs­zu­wachs, teils durch inter­na­tio­na­le Zuwan­de­rung, teils durch den Zuzug von Men­schen aus den umlie­gen­den Regio­nen. Der Zuwachs ver­lang­samt sich zwar etwas durch die gerin­ge­re Zuwan­de­rung in der Coro­na-Pan­de­mie, aber das wirkt sich bis­her noch nicht ent­las­tend auf die ange­spann­ten Woh­nungs­märk­te aus. Selbst­nut­zer suchen hän­de­rin­gend nach den eige­nen vier Wän­den, aber auch Kapi­tal­an­le­ger stür­zen sich auf Eigen­tums­woh­nun­gen, Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser und Gewer­be­im­mo­bi­li­en. Kaum etwas scheint für Inves­to­ren attrak­ti­ver zu sein als Immo­bi­li­en, denn auf­grund der nied­ri­gen Zin­sen gibt es der­zeit kaum alter­na­ti­ve Anla­ge­mög­lich­kei­ten, gleich­zei­tig sorgt das Zins­tief für außer­ge­wöhn­lich güns­ti­ge Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen beim Immobilienkauf.

Trend­wen­de wird für 2024 erwartet

Exper­ten sehen aller­dings ers­te Warn­si­gna­le, die auf ein Ende des Preis­booms inner­halb der nächs­ten Jah­re hin­deu­ten. Eine mög­li­che Trend­wen­de wird für 2024 pro­gnos­ti­ziert. Als mög­li­cher Grund wird ein dann ein­set­zen­der Bevöl­ke­rungs­rück­gang genannt, dem vor­aus­sicht­lich eine höhe­re Zahl bis dahin fer­tig­ge­stell­ter Neu­bau­ten gegen­über­steht, sodass sich die Wohn­raum­knapp­heit redu­ziert. Fer­ner wei­sen Ana­lys­ten auf ein wach­sen­des Infla­ti­ons­ri­si­ko hin, was zu einem Abrut­schen der Immo­bi­li­en­prei­se infol­ge der Ver­teue­rung von Finan­zie­rungs­kre­di­ten füh­ren würde.

Was bedeu­tet das für Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer? Wer dar­über nach­denkt, sei­ne Immo­bi­lie dem­nächst zu ver­kau­fen, soll­te sich bald dazu ent­schlie­ßen. Denn jetzt las­sen sich noch Mit­nah­me­ef­fek­te erzie­len. Solan­ge das Zins­tief anhält, sind Käu­fer in der ange­spann­ten Lage bereit, Rekord­prei­se für Immo­bi­li­en zu zah­len. Wer eine Immo­bi­lie sucht, hat es hin­ge­gen schwer, nicht nur wegen der stark gestie­ge­nen Prei­se, die trotz guter Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen für vie­le nicht mehr erschwing­lich sind, son­dern auch des­halb, weil sich über­haupt kaum noch Immo­bi­li­en­an­ge­bo­te fin­den lassen.
Eine Aus­weich­mög­lich­keit könn­te dar­in bestehen, eine Immo­bi­lie auf einer Zwangs­ver­stei­ge­rung zu erwer­ben. Aber selbst die Zahl der Zwangs­ver­stei­ge­run­gen ist zuletzt trotz Coro­na gesunken.

 

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Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steigende-zinsen-die-grosse-immobilien-wette-kolumne-a-8ace5750-f4bd-4db4-ac0c-fbe2e9878582

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilienmarkt-deutsche-bank-erwartet-ende-des-immobilienbooms-im-jahr-2024-a-26ee4436-aafc-4fa7-b4f8-9249a87da04e article.php/id/23361

https://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-zahl-der-zwangsversteigerungen-sinkt-trotz-coronakrise-a-f03da22a-3103–49ad-86b0-0f7524f88953

 

 

Recht­li­cher Hin­weis: Die­ser Bei­trag stellt kei­ne Steu­er- oder Rechts­be­ra­tung im Ein­zel­fall dar. Bit­te las­sen Sie die Sach­ver­hal­te in Ihrem kon­kre­ten Ein­zel­fall von einem Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter klären.

 

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