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Wohn­mo­bil-Trend: Feri­en­woh­nung auf vier Rädern

Eine Feri­en­woh­nung an der Ost­see oder doch lie­ber in Süd­frank­reich? Ein Wohn­mo­bil macht bei­des mög­lich. Immer mehr Deut­sche set­zen auf das Wohn­mo­bil, sagt Horst Spiertz. Im Inter­view ver­rät der Inha­ber des Rei­se­mo­bil-Han­dels Auto & Frei­zeit, war­um die Mobi­le eine Alter­na­ti­ve zur Feri­en­woh­nung wer­den. Johan­na Böhnke

Eine Feri­en­woh­nung an der Ost­see oder doch lie­ber in Süd­frank­reich? Ein Wohn­mo­bil macht bei­des mög­lich. Immer mehr Deut­sche set­zen auf das Wohn­mo­bil, sagt Horst Spiertz. Im Inter­view ver­rät der Inha­ber des Rei­se­mo­bil-Han­dels Auto & Frei­zeit, war­um die Mobi­le eine Alter­na­ti­ve zur Feri­en­woh­nung werden. 

Johan­na Böhnke

Was fas­zi­niert Men­schen an Reisemobilen? 

Sie geben ein Stück Frei­heit.  Der Urlaub wird zum klei­nen Aben­teu­er: Sie kön­nen ihren Urlaub frei gestal­ten und das vor allem auch vom Zeit­punkt. Ein Ham­bur­ger etwa kann am Frei­tag spon­tan ent­schei­den, am Wochen­en­de an die See zu fah­ren. Das Rei­se­mo­bil steht vor der Tür, er muss nur schnell packen und kann losfahren.

Wor­auf legen Kun­den beim Kauf eines Wohn­mo­bils beson­ders wert? 

Beson­ders wich­tig ist es, ein kom­plett aus­ge­stat­te­tes Fahr­zeug zu haben. Das hat sich in den letz­ten Jah­ren so ent­wi­ckelt: Heu­te muss das Fahr­zeug schon meh­re­re Fea­tures haben, damit der Kun­de es über­haupt kauft. Es muss alles dabei sein vom Koch­be­reich bis zur Well­ness­du­sche. Außer­dem soll­ten der Dusch- und Toi­let­ten­be­reich getrennt sein und auch auf den Schlaf­kom­fort wird viel Wert gelegt.

Die Aus­stat­tung der Wohn­mo­bi­le geht bis in den Luxus­be­reich. Sind sie mitt­ler­wei­le auch für Leu­te, die kei­nen klas­si­schen Cam­ping­ur­laub wol­len eine Alter­na­ti­ve zur Ferienwohnung?

Ich wür­de sagen, ja. Wir ver­trei­ben zwar nicht den abso­lu­ten Luxus­be­reich von 250.000 Euro auf­wärts, son­dern enden bei einer Preis­klas­se um die 150.000 Euro, aber schon in die­sem Seg­ment sind die Fahr­zeu­ge bis zu neun Meter lang und so auf­ge­baut, dass sich das Gefühl ergibt, einen Rück­zugs­ort zu haben. Da ist es auch mal mög­lich, die Tür hin­ter sich zu schließen.

Was war das außer­ge­wöhn­lichs­te Wohn­mo­bil, das sie bis­her gese­hen haben?

Was mich immer wie­der fas­zi­niert sind die Mobi­lie von Vario. Das ist ein Aus­bau­er im Luxus­be­reich, bei dem der Kun­de sein Fahr­zeug bis ins kleins­te Detail indi­vi­du­ell aus­stat­ten kann. Die Model­le wer­den auf einem LKW-Gestell gebaut. Da ist dann unten noch eine Gara­ge für das Cabrio drin. Mich beein­druckt dar­an, dass die­se Fahr­zeu­ge teil­wei­se acht- oder neun­hun­dert­tau­send Euro kos­ten und man es trotz­dem schafft, sie zu vermarkten.

Sie sind auch im Aus­land aktiv. Inwie­weit untre­schei­det sich der Markt für Wohn­mo­bi­le in Län­dern wie Nor­we­gen oder Korea von dem in Deutschland? 

Korea ist ein ganz jun­ger Markt. Da gibt es die­ses Cam­ping-Kon­zept noch gar nicht so lan­ge. Wir sind jetzt seit fünf Jah­ren dort und zu der Zeit hat man tat­säch­lich gera­de erst mit der Ent­wick­lung von Cam­ping­plät­zen begon­nen. Dort gibt es außer­dem kei­ne Rei­se­mo­bi­le, son­dern nur Wohn­wa­gen. Denn von Deutsch­land kön­nen wir momen­tan kein Mobil nach Korea ein­füh­ren, weil die Abgas­norm eine ande­re ist. Die sind da tat­säch­lich schon viel wei­ter. Nor­we­gen ist wie­der­um ein ganz ande­rer Markt. Es ist ein sehr rei­ches Land, des­halb gehen da fast nur Fahr­zeu­ge mit einer Hig­hend-Aus­stat­tung. Der Nor­we­ger legt sehr viel Wert auf Luxus und geho­be­ne Qualität.

Wie sieht die Wert­ent­wick­lung von Wohn­mo­bi­len aus? Lohnt es sich eher ein neu­es oder ein bereits gebrauch­tes Mobil zu kaufen?

Die Wert­ent­wick­lung ist bei Rei­se­mo­bi­len zum Glück anders als bei Autos. Das liegt auch an der indi­vi­du­el­len Aus­tat­tung. Wenn Sie ein Wohn­mo­bil nach einem Jahr wie­der abge­ben wol­len, ist der Wert­ver­lust da nicht so dra­ma­tisch und das wird mit den Jah­ren noch deut­lich weni­ger. Wenn Sie nach fünf Jah­ren ein Wohn­mo­bil zurück­ge­ben wol­len oder sich ein neu­es kau­fen, dann stel­len Sie fest, dass der Wert­ver­fall total gering ist. Das hat natür­lich auch mit dem Markt zu tun. Der Gebraucht­wa­gen­markt ist wie leer gefegt und dadurch ist der Wert auch ziem­lich sta­bil. Da lohnt es sich schon, in einen Neu­wa­gen zu investieren.

Sie wol­len Ihre Feri­en­woh­nung ger­ne gegen die Frei­heit eines Wohn­mo­bils tau­schen? Wir bera­ten Sie ger­ne und unter­stüt­zen Sie beim Verkauf. 

Foto: ©coo­kel­ma